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Die besten Bilder aus Köln und EuropaSonnenfinsternis begeistert Millionen – Sportler liefert spektakulären Stunt

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Das Naturschauspiel versetzte Spanien in den Ausnahmezustand. Auch in Köln blickten zahlreiche Menschen gebannt zum Himmel.

Millionen Menschen haben die erste totale Sonnenfinsternis über dem spanischen Festland seit mehr als einem Jahrhundert verfolgt – und das seltene Himmelsschauspiel begeistert gefeiert. Viele applaudierten und schrien, andere lachten oder sprangen vor Begeisterung in die Höhe, als der Mond bei überwiegend klarem Himmel die Sonne vollständig verdeckte, wie TV-Livebilder aus ganz Spanien zeigten. Auch der Moderator des TV-Senders RTVE war sichtlich bewegt: „Das ist magisch, ein unvergesslicher Moment für uns alle“, sagte er.

Den Auftakt machte A Coruña im Nordwesten Spaniens. Dort verschwand die Sonne um 20.27 Uhr und 41 Sekunden erstmals in Spanien seit 1905 vollständig hinter dem Mond. Für eine Minute und 18 Sekunden wurde der Tag zur Nacht. Der Mondschatten zog innerhalb weniger Minuten etwa über Kastilien, León, Aragonien und Valencia bis zu den Balearen.

Sonnenfinsternis in Europa: Großer Andrang auf Mallorca

Je nach Standort dauerte die vollständige Verdunkelung in dieser knapp 300 Kilometer breiten sogenannten Totalitätszone zwischen rund 30 Sekunden und knapp zwei Minuten. Einige Beobachter hatten Teleskope aufgebaut, andere hielten den historischen Moment mit ihren Handys fest.

Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. Vielerorts kam es aber auf den Straßen zu Staus und Verkehrsbehinderungen. Die Behörden hatten mit bis zu 1,5 Millionen zusätzlichen Autofahrten in die Totalitätszone gerechnet. Auf Mallorca sorgte der Andrang laut Medien etwa bereits am Morgen für erste Behinderungen, vorwiegend an der Westküste rund um Sóller.

Skateboarder nutzt Sonnenfinsternis für „Move seines Lebens“

Beim Gebirge Serra de Tramuntana waren mehrere Parkplätze schon Stunden vor Beginn der Sonnenfinsternis vollständig belegt, einzelne Zufahrtsstraßen wurden gesperrt. Viele Besucher der Urlaubsinsel mussten ihre Beobachtungsorte zu Fuß erreichen und dabei teils weite Strecken zurücklegen.

Der spanische Skateboarder und zweifache Olympia-Teilnehmer Danny Leon nutzte das Naturereignis unterdessen für einen ganz besonderen Stunt. Leon führte einen Sprung während der totalen Sonnenfinsternis aus und stimmte ihn zeitlich genau mit dem Vorbeiziehen des Mondes vor der Sonne ab. Der Skateboarder teilte den Stunt auf seinen Social-Media-Konten und bezeichnete ihn dort als „den Move seines Lebens“.

Großer Andrang auch in Köln

Auch in Deutschland verfolgten viele Menschen die hierzulande partielle Sonnenfinsternis. In Köln war der Andrang am Mittwochabend (12. August) an der Volkssternwarte besonders groß. Auch an der Rheinpromenade in Deutz sowie auf den Uniwiesen versammelten sich zahlreiche Schaulustige, um das seltene Himmelsereignis zu verfolgen.

Die Sonne wurde in Deutschland zwar nur teilweise verdeckt, dennoch versammelten sich auch in Berlin auf dem Tempelhofer Feld tausende Menschen, um das Schauspiel auf der weiten Fläche des früheren Flughafens zu verfolgen. „Das ist verrückt. Ich habe so was noch nie gesehen“, sagte ein begeisterter US-Tourist gegenüber Reportern.

Google: „Augenschmerz“ wird weltweit häufiger gesucht

Wer die Sonnenfinsternis verpasst hat, bekommt in einem Jahr eine neue Chance: Im August 2027 wird im Süden Spaniens und in Nordafrika eine totale Sonnenfinsternis zu sehen sein. Spanien hatte sich laut Wirtschaftsministerium von der diesjährigen Sonnenfinsternis hunderttausende zusätzliche Touristen und Mehreinnahmen in Höhe von 347 Millionen Euro versprochen.

Auch dann wird jedoch ein guter Schutz für die Augen nötig sein: Ohne eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille kann ein Blick in die Sonne die Augen stark schädigen. Am Mittwoch scheinen unterdessen nicht alle Sonnenbegeisterten sich an die medizinischen Hinweise gehalten zu haben: Laut Google Trends wurde der Suchbegriff „Augenschmerz“ am Mittwochabend weltweit deutlich häufiger abgefragt, als vor und nach dem Himmelsereignis. (das/dpa/afp)