Das weltweit stärkste Beben des Jahres hat auf den Philippinen mindestens 37 Tote und Hunderte Verletzte gefordert.
Stärkstes Beben des JahresMindestens 37 Tote auf den Philippinen, Opferzahl steigt

Das Beben der Stärke 7,8 hatte die Insel Mindanao am Montagmorgen erschüttert.
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Die Opferbilanz nach einem schweren Erdbeben auf den Philippinen ist auf mindestens 37 Tote angestiegen. Wie Bernardo Rafaelito Alejandro vom Zivilschutz am Morgen (Ortszeit) bekannt gab, wurden darüber hinaus mehr als 480 Menschen verletzt, während vier weitere Personen als vermisst gelten. Es wird vonseiten der Behörden befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch zunehmen wird.
Am frühen Montagmorgen erschütterte ein Beben der Stärke 7,8 die im Süden gelegene Insel Mindanao. Nach Auskunft der US-Erdbebenwarte USGS handelte es sich um das weltweit stärkste Beben im bisherigen Jahr. Besonders schwer getroffen ist die Stadt General Santos City mit ihren rund 700.000 Einwohnern, die für ihre Thunfischverarbeitung bekannt ist.
Schäden an Gebäuden und Infrastruktur
In General Santos City und in den Provinzen der Umgebung stürzten zahlreiche Gebäude ein. Des Weiteren wurden Straßen sowie Brücken beschädigt, was zu einem zeitweisen Ausfall der Stromversorgung führte. Auch der internationale Airport in General Santos City, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Süden von Mindanao, hat Beschädigungen gemeldet. Laut Verkehrsminister Giovanni Lopez sind der Kontrollturm und die Abfertigungsgebäude betroffen, die Pisten für Starts und Landungen blieben jedoch unbeschädigt.
Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) hat bisher etwa 1.100 teilweise starke Nachbeben verzeichnet, welche die Rettungsarbeiten behindern. Das heftigste davon erreichte eine Stärke von 6,7. Laut Mitteilung des Zivilschutzes sind insgesamt circa 88.000 Menschen von den Auswirkungen der Erschütterung betroffen. Ungefähr 20.000 von ihnen mussten ihre Wohnungen verlassen und fanden in Notunterkünften oder bei Angehörigen Unterschlupf.
Rettungsarbeiten gestalten sich schwierig
Tsunami-Warnungen, die anfänglich für die Philippinen sowie Indonesien ausgegeben worden waren, wurden bereits am Montag wieder aufgehoben, nachdem in mehreren Küstenabschnitten nur geringe Flutwellen beobachtet wurden. Unterdessen bemühen sich Rettungskräfte und Soldaten, zu abgeschnittenen Ortschaften vorzudringen. Gesundheitsminister Ted Herbosa erklärte gegenüber dem Radiosender DZMM, dass der Zugang durch zerstörte Straßen sowie Brücken erschwert sei.
Viele Menschen in der betroffenen Region stehen unter Schock. Spezielle Betreuer sind im Einsatz, um traumatisierten Personen zu helfen. Das Beben ereignete sich unglücklicherweise am ersten Schultag nach den Ferien, weswegen mehr als 6.200 staatliche sowie private Schulen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die Gebäudesicherheit muss zuerst überprüft werden.
Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring, welcher zu den geologisch unruhigsten Zonen der Erde zählt. Dort treffen mehrere tektonische Platten aufeinander, was regelmäßig zu schweren Erdbeben und Vulkanausbrüchen führt. (dpa/red)
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