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Streit mit Ex-ManagerHeino und Hannelore in Bonn vor Gericht

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Heino vor Gericht

Schla­ger­star Heino im Gebäude des Land­ge­richts.

Bonn/Bad Münstereifel – Im vergangenen August hatte sich Heino von seinem langjährigen Manager Jan Mewes getrennt. Vor dem Bonner Landgericht traf sich der Barde nun am Montag in einem Zivilverfahren mit den Anwälten einer Firma seines Ex-Geschäftspartners. Weil er sich nach dessen Meinung verpflichtet hatte, im Mai dieses Jahres auf dem Rittergut Ilkendorf im sächsischen Kreis Meißen ein Konzert zu geben, hatte Mewes den Volksmusikstar verklagt, dieses auch durchzuführen.

Auch Hannelore als Zeugin geladen

Rund 90 Minuten hätte die Veranstaltung auf dem historischen Gut dauern sollen; mit seiner Band hätte der mittlerweile 81-jährige gelernte Konditor aus Bad Münstereifel Songs aus seinen Alben „Mit freundlichen Grüßen“ und „Schwarz blüht der Enzian“ zum Besten geben sollen. Jedenfalls nach Ansicht der Anwälte des geschassten Managers. Die beriefen sich vor Gericht nämlich darauf, dass Heino die telefonisch ausgesprochene Kündigung einige Tage später bei einem gemeinsamen Abendessen im Zuhause des Sänger wieder zurückgenommen haben soll. Daraufhin habe der dann das neue Engagement für den Münstereifeler vereinbart. Weil auch Ehefrau Hannelore bei dem Essen anwesend war, sollte sie als Zeugin aussagen. Das tat sie denn auch bereitwillig; nur konnte sie die Behauptung des früheren Konzertmanagers nicht belegen: „Heino hat ihm gekündigt und zu dieser Kündigung stand er auch“, erinnerte sich die Ehefrau des Künstlers im Zeugenstand.

16 Jahre ein erfolgreiches Gespann

Stattgefunden hätte das Konzert ohnehin nicht, der Termin lag in der Zeit des Corona-Shutdowns. So hatte der Kläger seine Klage bereits zurückgenommen. Das wollte der Beklagte aber nicht hinnehmen, eine Zustimmung hätte aus seiner Sicht nämlich möglicherweise Auswirkungen auf weitere Verfahren. In dem Streit mit seinem früheren Manager geht es nämlich um mehr: Weil Heino Mewes eine gewünschte Abfindung nach Vertragskündigung nicht zahlen mochte, soll dieser angeblich bereits vereinnahmte Gagen einbehalten haben.

Um wie viel Geld es dabei geht, soll im August ein Zivilverfahren in Hamburg klären. Diesmal allerdings mit vertauschten Rollen: In der Hansestadt hat der Barde seinen früheren Manager verklagt, wie Heinos Anwalt auf Nachfrage bestätigte.Knapp 16 Jahre bildeten Heino und Mewes ein durchaus erfolgreiches Gespann: So entstand auch das Cover-Album „Mit freundlichen Grüßen“ während dieser Zusammenarbeit. Im Jahr 2013 erfand sich der Volksmusikbarde musikalisch neu, die Scheibe landete damals auf Platz eins der Album-Charts.

Zu den Gründen der Trennung gab der Musiker vor Gericht an, dass sein früherer Manager zum einen nicht mehr so präsent gewesen sei. Offenbar fühlte er sich aber auch zu manchem gedrängt: „Ich habe gekündigt, weil ich mit 80 Jahren selber entscheiden will, was ich mit meiner Zukunft anfangen will“, sagte er während der Verhandlung. Seit letztem Sommer wird Heino nun von dem Wiener Konzertmanager Helmut Werner vertreten, der den Musiker auch zu der Bonner Verhandlung begleitete. Ihr Urteil hat die Bonner Richterin für Ende August avisiert.