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2200 Deutsche vor Ort„Pure Katastrophe“ – Weltgrößtes Pfadfindercamp wird wegen Taifuns geräumt

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Das weltgrößte Pfadfindercamp mit Zehntausenden von jugendlichen Teilnehmenden in Südkorea wird wegen des herannahenden Taifuns „Khanun“ geräumt.

Das weltgrößte Pfadfindercamp mit Zehntausenden von jugendlichen Teilnehmenden in Südkorea wird wegen des herannahenden Taifuns „Khanun“ geräumt. 

Rund 43.000 Teilnehmende befinden sich auf dem Gelände in Südkorea. Taifun „Khanun“ wütete bisher vor allem in Japan.

Wegen eines heranziehenden Taifuns wird der Zeltplatz des Welttreffens der Pfadfinder in Südkorea mit seinen Zehntausenden Teilnehmern vorzeitig geräumt. Die Organisatoren baten die südkoreanische Regierung am Montag „inständig“, die Heimreise der Kinder und Jugendlichen aus aller Welt zu unterstützen. Die Veranstaltung sei aber nicht beendet, sondern „lediglich wegen einer Naturkatastrophe verlegt“, sagte Familienministerin Kim Hyun Sook am Montag.

Zunächst hatte es geheißen, dass das Treffen mit der Evakuierung der Teilnehmenden vorzeitig beendet werde, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die südkoreanischen Behörden wollen das sogenannte „World Scout Jamboree“ an anderer Stelle fortsetzen. „Der Ort ändert sich aufgrund der Naturkatastrophe, aber es geht weiter“, zitierte die Agentur einen Sprecher des zuständigen südkoreanischen Ministeriums.

Taifun trifft auf Pfadfindertreffen in Südkorea: „Bei einem Zeltlager einfach eine pure Katastrophe“

Das Weltpfadfindertreffen hatte in der vergangenen Woche bereits unter einer ungewöhnlichen Hitzewelle gelitten. Laut eines Berichts der ARD befinden sich unter den 43.000 Teilnehmenden rund 2200 Deutsche zwischen 14 und 18 Jahren, die in der letzten Woche angereist waren.

„Der Boden ist so verdichtet, dass hier absolut nichts abfließt“, erklärte der Kontingentsleiter der deutschen Teilnehmenden gegenüber der „Tagesschau“. Bei einem Taifun „ist das einfach eine pure Katastrophe.“

„Wegen der erwarteten Auswirkungen von Taifun ‚Khanun‘ ist eine vorzeitige Abreise aller Teilnehmer vorgesehen“, erklärte der Weltpfadfinderverband. Die Behörden sollten möglichst alle erdenkliche Hilfe leisten, um die Teilnehmer in ihre Heimatländer zu bringen.

Weltpfadfindertreffen in Südkorea von Hitzewelle geplagt

Bei den Kindern und Jugendlichen, bei denen dies nicht so schnell gelinge, sollten Ausweichunterkünfte zur Verfügung gestellt werden. Eigentlich sollte das Treffen noch bis Samstag gehen.

Das alle vier Jahre stattfindende Weltpfadfindertreffen hatte Ende Juli an der Westküste Südkoreas begonnen. Das fröhliche Zusammensein verwandelte sich wegen der unbarmherzigen Hitzewelle für viele aber schnell zur Qual: Rund 600 Teilnehmende erlitten einen Hitzschlag, einige Delegationen reisten wegen der Hitze bereits Ende vergangener Woche ab.

Pfadfinder in Südkorea: „Wir helfen uns hier alle gegenseitig“

Auch Kritik an der Organisation des Treffens war laut geworden. Anfangs habe es auf dem fast neun Quadratkilometer großen Gelände kaum Schatten gegeben, beklagten Teilnehmende der ARD zufolge. Auch sanitäre Anlagen seien zunächst Mangelware gewesen, hieß es weiter. Den vorhandenen Duschen habe es an Wasserdruck gefehlt.

„Dann konnte man nicht duschen, das war schrecklich“, schilderte ein Teilnehmer seinen Eindruck. Insgesamt sei die Stimmung beim Weltpfadfindertreffen jedoch gut gewesen. „Wir helfen uns hier alle gegenseitig“, zitierte die ARD den anonymen Teilnehmer weiter. (das/afp)