UgandaGericht in Paris weist Klage von Umweltschützern gegen Öl-Pipeline in Ostafrika ab

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Auf der Baustelle rund um die Fläche für die Ölförderung in Uganda stehen riesige Maschinen in der Wüste.

In Uganda soll Erdöl gefördert werden und in einer mehr als 1000 Kilometer langen Pipeline nach Tansania transportiert werden.

Umweltschützer hatten dem französischen Energiekonzern „Total“ Verletzung der Sorgfaltspflicht bei Umwelt und Menschenrechten vorgeworfen.

Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen sind mit einer Klage gegen den französischen Energieriesen „Total“ wegen eines umstrittenen Pipelineprojekts in Ostafrika gescheitert.

Ein Pariser Gericht wies die Klage am Dienstag ab, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Organisationen hätten in der Verhandlung Argumente vorgebracht, die sich zu stark von den anfänglichen Forderungen unterschieden hätten.

Umweltschützer prangern Verletzung der Sorgfaltspflicht an

Die Gruppen hatten Total vorgeworfen, ihrer Sorgfaltspflicht mit Blick auf die Umwelt und Menschenrechte bei dem milliardenschweren Projekt zur Förderung von Erdöl in Uganda und Tansania nicht nachzukommen. In dem Verfahren ging es außerdem um Ölbohrungen in Uganda.

Das Projekt ging Anfang vergangenen Jahres an den Start. Total hält an dem Vorhaben mit rund 57 Prozent den größten Anteil. Auch beteiligt sind die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) mit einem Anteil von rund 28 Prozent und die Uganda National Oil Company (UNOC) mit etwa 15 Prozent. Das Investitionsvolumen beträgt Total zufolge insgesamt etwa 10 Milliarden US-Dollar (8,9 Milliarden Euro).

Das erste Öl soll bereits 2025 exportiert werden

Das Öl soll in einer neuen 1445 Kilometer langen Pipeline von Ölfeldern in der Nähe des Albertsees im Westen Ugandas durch Tansania bis zum Indischen Ozean gebracht und von dem tansanischen Hafen Tanga aus verschifft werden.

Man hofft auf eine Fördermenge von 230.000 Barrel pro Tag. Bereits 2025 soll das erste Öl exportiert werden. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen hatten vor dem Start des Vorhabens gefordert, das Projekt nicht zu finanzieren. Umweltschützer warnten vor einer Verschmutzung ugandischer Seen und einer möglichen Zerstörung der Lebensräume seltener Tierarten. (dpa)

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