Ein Lärmstreit im US-Bundesstaat Missouri endet tödlich: Ein Mann erschießt seine Nachbarin und deren Tochter, die ihr helfen will.
Lärmstreit eskaliertAnwohner tötet Nachbarin und deren 17-jährige Tochter

Ein Lärmstreit im US-Bundesstaat Missouri endet tödlich. (Symbolbild)
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Einem Bericht des Magazins „People“ zufolge führte ein Streit wegen Lärms im US-Bundesstaat Missouri zu einer tödlichen Eskalation: Eine Frau und ihre 17 Jahre alte Tochter kamen durch Schüsse eines Nachbarn ums Leben.
Die Tat ereignete sich am 25. Juli in der Ortschaft House Springs. Nach Angaben des Sheriff’s Office von Jefferson County suchte der 73-jährige Robert W. das Wohnhaus seiner Nachbarn auf, um sich über Lärm zu beschweren. Während des Gesprächs zog der Senior eine Schusswaffe und feuerte auf die 38-jährige Jessica L., die dabei am Kopf getroffen wurde.
Als Jersey G., die 17-jährige Tochter des Opfers, ihrer schwer verletzten Mutter helfen wollte, schoss der Täter ebenfalls auf sie. Eine weitere Person, die der Mann anschließend verfolgte, konnte unverletzt entkommen.
Schütze richtet sich nach Konfrontation mit Polizei selbst
Polizeibeamte, die am Tatort eintrafen, stellten den Verdächtigen vor seinem Anwesen. Daraufhin fügte sich W. selbst eine Schussverletzung zu. Alle drei Personen wurden mit lebensbedrohlichen Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Die Frau und ihre Tochter erlagen dort später ihren Verletzungen. Am 2. August starb auch der Schütze im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen.
Untersuchungen zeigten, dass sich der Mann bereits seit längerer Zeit wiederholt über Vorkommnisse auf dem angrenzenden Grundstück geärgert hatte. Zudem lag gegen den 73-Jährigen bereits ein Haftbefehl wegen mehrerer schwerer Körperverletzungs- und Waffendelikte vor.
Liberale Waffengesetze in Missouri als Hintergrund
Der Bundesstaat Missouri zählt zu den US-Staaten mit vergleichsweise wenig strengen Waffengesetzen. Personen ab 19 Jahren dürfen dort Schusswaffen grundsätzlich ohne besondere Erlaubnis verdeckt tragen; auch das offene Tragen ist weitgehend erlaubt. Eine Registrierungspflicht für Waffen sowie eine allgemeine Wartefrist beim Erwerb gibt es nicht.
Während bei Verkäufen durch lizenzierte Händler eine Hintergrundüberprüfung vorgeschrieben ist, entfällt diese bei privaten Waffengeschäften. Auch in Missouri gibt es jedoch, wie in anderen US-Bundesstaaten, bestimmte Orte, an denen das Führen von Waffen untersagt ist – etwa Gerichte, öffentliche Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel.
Diese Bestimmungen basieren auf den „Revised Statutes of Missouri“ (Kapitel 571). Auch die Nachrichtenagentur AP beschreibt Missouri als einen Bundesstaat mit vergleichsweise wenigen Einschränkungen für Waffenbesitzer. (red)