In Florida hat sich ein Vierjähriger mit der ungesicherten Waffe seiner Mutter erschossen. Sie hatte die Pistole in ihrer Handtasche.
Waffe nicht gesichertVierjähriger erschießt sich mit Pistole der Mutter

In Florida wurde einem Vierjährigen eine ungesichert aufbewahrte Pistole zum Verhängnis. (Symbolbild)
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In Florida muss sich eine 29 Jahre alte Frau vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung sowie die Missachtung ihrer Sorgfaltspflicht, weil ihr Sohn im Alter von vier Jahren durch eine nicht gesicherte Waffe verstarb. Das US-Magazin „People“ meldet unter Verweis auf Gerichtsdokumente, dass der Junge die feuerbereite Pistole aus der Tasche seiner Mutter entnommen hatte.
Das Geschehen trug sich bereits am 21. Juni in der Stadt Sarasota zu. Nach Erkenntnissen des Sheriff’s Office von Manatee County stieg der Junge auf einen Hocker in der Küche, um die Handtasche zu erreichen, die auf einer Kochinsel lag. Aus dieser entwendete er eine scharfe Pistole vom Typ Smith & Wesson mit dem Kaliber .380. Augenblicke später wurde eine Kugel abgefeuert, die den Jungen im Gesichtsbereich traf.
Ermittler: Kind schaute direkt in den Lauf der Waffe
Gerichtsmedizinische Analysen und der Obduktionsbefund legen nahe, dass der Vierjährige im Moment der Schussabgabe unmittelbar in die Mündung der Pistole schaute. Eine Funktionsstörung beim Nachladen führen die Kriminaltechniker darauf zurück, dass eine kindliche Hand die Waffe ohne den erforderlichen Widerstand betätigte.
Gegenüber den Beamten erklärte die Mutter, sie habe die Pistole für ihre Sicherheit außer Haus ohne Futteral oder sonstige Sicherungsmechanismen lose in einem Fach mit Reißverschluss in ihrer Tasche verwahrt.
Sie sei davon ausgegangen, dass die auf der Kochinsel platzierte Tasche für ihre Kinder nicht erreichbar wäre, weil es ihnen explizit verboten war, auf die Hocker zu steigen. Die ebenfalls anwesende Großmutter hatte die Kinder kurz vor dem Unglück nochmals nachdrücklich angewiesen, sich von der Arbeitsplatte fernzuhalten.
Die Anklage wirft der Frau vor, durch die für Minderjährige zugängliche Lagerung der geladenen Waffe eine beträchtliche Gefahr geschaffen zu haben. Nach ihrer Verhaftung am 22. September wurde die 29-Jährige gegen eine Sicherheitsleistung von 10.000 US-Dollar vorläufig freigelassen. Der kommende Verhandlungstermin ist auf den 6. November festgelegt. (red)