Abo

Zahl der Vermissten steigtBundesweit sind 1933 Kinder als vermisst gemeldet

2 min
Schaukel - Spielplatz

Das BKA hat neue Zahlen zu Fällen vermisster Kinder veröffentlicht. (Symbolbild)

Die Zahl vermisster Kinder in Deutschland ist auf über 1.900 gestiegen. Die Aufklärungsquote bleibt aber konstant hoch.

Die Zahl der in Deutschland als vermisst registrierten Kinder übersteigt 1.900, was eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr darstellt. Anlässlich des Tages der vermissten Kinder gab das Bundeskriminalamt (BKA) bekannt, dass mit Stichtag 1. Mai deutschlandweit 1.933 solcher Vermisstenanzeigen vorlagen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Zahl bei 1.810 ungelösten Fällen. Diese Statistik umfasst laut den Informationen sowohl neu eingegangene Meldungen als auch Vermisstenfälle, die bereits seit mehreren Jahren bestehen.

Nach Angaben des BKA kann der Großteil dieser Fälle allerdings gelöst werden. Im zurückliegenden Jahr wurden insgesamt 19.253 Kinder als vermisst gemeldet, wobei 18.509 dieser Vorgänge abgeschlossen werden konnten. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bezifferte die Ermittlungsbehörde die Erfolgsrate bei der Aufklärung auf 96,5 Prozent.

Hohe Aufklärungsrate bei Vermisstenfällen

Ein Vergleich zeigt: Im Jahr 2018 belief sich die Gesamtzahl der als vermisst gemeldeten Kinder auf 15.500. „Auch wenn die Fallzahlen deutlich gestiegen sind, so bleibt die Aufklärungsquote nahezu gleichbleibend hoch“, erklärte ein Sprecher. In dieser Statistik werden Mädchen und Jungen im Alter von bis einschließlich 13 Jahren berücksichtigt.

„Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass nach drei Monaten bereits 96 Prozent der Fälle erledigt sind“, fügte der Sprecher hinzu.

Familiäre Konflikte als häufiger Grund

Ein erheblicher Anteil der Vermisstenfälle betrifft Kindesentziehungen, wiederholtes Weglaufen (sogenannte Dauerausreißer) oder auch unbegleitete geflüchtete Minderjährige. „Auch kann Streit mit den Eltern als mögliche Ursache angeführt werden.“

Lediglich bei einer kleinen Minderheit der Fälle wird ein Unglück oder ein Verbrechen als Ursache vermutet. Hier besteht die Besorgnis, „dass sich die Betroffenen in einer Situation der Hilflosigkeit befinden oder nicht mehr am Leben sind“, erläuterte der Sprecher. Der am längsten ungelöste Fall eines vermissten Kindes in Deutschland datiert auf das Jahr 1957.

Die polizeiliche Definition einer vermissten Person lautet nach BKA-Angaben: Ein Minderjähriger hat sein übliches Umfeld verlassen und sein aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.