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Vier von fünf Bäumen krankZustand der Wälder hat sich 2025 nicht weiter verschlechtert

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Wald

Der Zustand der deutschen Wälder bleibt angespannt. (Archivbild)

Der Zustand der deutschen Wälder hat sich nicht verschlechtert, bleibt aber kritisch. Vier von fünf Bäumen sind krank.

Die Wälder in Deutschland sind durch die Auswirkungen von Hitze, Trockenheit und Schädlingsbefall weiterhin stark belastet. Bei der Vorstellung neuer Erhebungsdaten sprach Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) von einer stabilen Entwicklung, obwohl die Wetterbedingungen im Vorjahr ungünstiger ausfielen. „Der Zustand unseres Waldes hat sich im Vergleich zu 2024 insgesamt nicht weiter verschlechtert“, so Rainer. Die Situation bleibt jedoch kritisch: Vier von fünf Exemplaren in Deutschland weisen nach wie vor Schäden auf.

Gemäß der aktuellen Erhebung für 2025 bleiben die sichtbaren Verluste von Nadeln und Blättern an den Baumkronen „weiterhin auf einem sehr hohen Niveau“ und zeigen kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Obwohl die Zahl der neu abgestorbenen Bäume laut Ministerium zurückgegangen ist, haben sich die Wälder von der Trockenperiode zwischen 2018 und 2020 bis heute nicht erholt. Demzufolge wird lediglich ein Fünftel der Bäume als gesund eingestuft.

Eichen von Schäden am stärksten betroffen

Besonders die Eichen sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Hier liegt der Prozentsatz der Exemplare mit deutlich gelichteten Kronen laut der neuen Erhebung unverändert bei 51 Prozent. Bei den Kiefern wurde hingegen ein signifikanter Anstieg der Schäden auf 31 Prozent registriert; im Jahr 2024 waren es 24 Prozent. Eine leichte Besserung ist bei den Buchen zu verzeichnen, wo der Anteil von 46 auf 38 Prozent sank, sowie bei den Fichten mit einem Rückgang von 39 auf 38 Prozent.

Die Grundlage für diese Angaben ist die jährliche Erhebung zum Waldzustand, welche seit den 1980er-Jahren über ein Stichprobennetz erfolgt. Im Rahmen dieser Untersuchung wird die Verfassung der Baumkronen beurteilt. Insgesamt bedecken die Wälder etwa ein Drittel der kompletten Landfläche von Deutschland. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.