Auf der Autobahn 42 hat es sich am Montagmorgen ein folgenreicher Unfall ereignet. Die A42 musste komplett gesperrt werden.
Schwerer UnfallMassenkarambolage und Vollsperrung auf NRW-Autobahn

Auf der A42-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal in Bottrop hat sich am Montagmorgen (19. Januar) ein Unfall ereignet.
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Am Montagmorgen ist die viel befahrene Autobahn 42 von Dortmund nach Kamp-Lintfort nach einer Massenkarambolage gesperrt worden. Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) berichtet, waren fast 20 Fahrzeuge beteiligt. Eine Person wurde schwer verletzt. Kräfte der Feuerwehren aus Essen und Bottrop waren seit etwa 5.20 Uhr mit einem Großaufgebot von 50 Kräften im Einsatz.
Die Autobahn ist zwischen Bottrop-Süd und dem Kreuz Essen Nord wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Wie die Feuerwehr berichtet, seien 19 Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt gewesen.
Warum es zu der Massenkarambolage auf der Rhein-Herne-Kanalbrücke kurz hinter dem Kreuz Essen-Nord in Fahrtrichtung Duisburg kommen konnte, ist noch unklar. Offenbar war die Brücke durch aufsteigende Feuchtigkeit vom Kanal extrem glatt. „Unsere Einsatzkräfte haben vor Ort extreme Glätte festgestellt. Möglicherweise ist die Feuchtigkeit aus dem Rhein-Herne-Kanal der Grund“, erklärt ein Feuerwehrsprecher der WAZ.
A42 war länger gesperrt
Laut WDR rutschten 15 Autos auf der Brücke ineinander. Sie standen verkeilt auf der Autobahn. Weitere fünf Autos seien rund 400 Meter weiter ebenfalls ineinander gefahren. Es bildete sich laut „Radio Essen“ ein Trümmerfeld. Zunächst war nicht über die Schwere der verletzten Personen bekannt.
Später wurde bekannt, dass eine Person aus einem Auto befreit werden musste, sie kam schwer verletzt ins Krankenhaus nach Bottrop. Drei Personen kamen leicht verletzt in Essener Krankenhäuser. Die anderen Beteiligten wurden vor Ort betreut und untersucht. Einige konnten selbst wieder in ihren Autos nach Hause fahren.
Gegen 8 Uhr wurde die Fahrbahn in Richtung Dortmund nach drei Stunden wieder frei gegeben. Gegen 9 Uhr staute sich der Verkehr laut WDR aber noch auf 5 Kilometern Länge in Richtung Kamp-Lintford. Die Feuerwehr beendete gegen 9 Uhr ihren Einsatz. Später wurden die Fahrbahnen auch in Richtung Kamp-Lintford wieder freigegeben.
Da die Aufräumarbeiten sich bis in den Vormittag hineinzogen und viele Meschen in ihren Autos festsaßen, verteilten die Einsatzkräfte nach Informationen von „Radio Essen“ auch Decken und heiße Getränke an die Wartenden.
Die Autobahnbrücke über den Rhein-Herne-Kanal bei Bottrop ist seit längerem ein Sanierungsfall. Sie musste Ende 2023 wegen gravierender Schäden für den Schwerverkehr gesperrt werden. Für Pkw ist sie befahrbar, für Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, allerdings nicht. Ähnlich wie über mehrere Jahre an der Leverkusener Rheinbrücke wurde auch in Bottrop ein elektronisches Messsystem mit Schranken installiert. Für den Neubau der Brücke gibt es noch keinen Termin. (cme)
