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Wegen MenstruationBritische Fußballerinnen wollen keine weißen Hosen mehr tragen

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Beth Mead Hosen 080722

Beth Mead erzielte beim EM-Auftaktmatch der englischen Nationalmannschaft das goldene Tor gegen Österreich.

London – Auftakt geglückt: Nach dem 1:0-Sieg der englischen Fußballnationalmannschaft der Frauen zu Beginn der Europameisterschaft steigen die Hoffnungen der Engländerinnen, es bei der EM im eigenen Land weit zu bringen. Diskutiert wird auf der Insel nach dem ersten Spieltag der Gruppenphase aber nicht nur übers sportliche, auch das Outfit der Spielerinnen ist aktuell in aller Munde.

Die Debatte haben dabei die Nationalspielerinnen selbst angeschoben. Sie möchten künftig keine weißen Hosen mehr bei ihren Spielen tragen. Die Farbe der Kleidung habe zur Folge, dass sie sich während ihrer Periode auf dem Platz unsicher fühlten.

Englische Fußballerinnen bitte Nike, die Farbe der Hose zu ändern

Laut dem englischen „Telegraph“ hätten bereits Gespräche mit der FA sowie mit Nike, dem Ausstatter des Teams stattgefunden. Dabei sei der Wunsch geäußert worden, das Design der Hose zu ändern.

Stürmerin Beth Mead sagte, es sei „unpraktisch“ für die englischen Spielerinnen, während ihrer Periode weiße Shorts zu tragen. „Wir haben das im Team diskutiert und Nike gebeten, die Farbe zu ändern.“ Spezifische Wünsche bezüglich einer neuen Farbe hätten die Spielerinnen dabei nicht geäußert. „So lange ich für mein Land spiele, ist es mir egal, was ich anhabe“, so die Siegtorschützin beim knappen Erfolg gegen Österreich.

Abkehr von Farbe Weiß für Großbritannien großes Thema

Ob beziehungsweise wann dem Wunsch der englischen Fußballnationalspielerinnen entsprochen wird, ist noch nicht bekannt. Die Abkehr von der Farbe Weiß fällt den Briten bekanntermaßen nicht leicht. Einerseits tragen auch die Herren im Fußball traditionell Weiß, andererseits gehört weiß seit dem 19. Jahrhundert zum Tennisklassiker in Wimbledon.

Dort sind die Regeln streng. In Wimbledon ist weiße Kleidung vorgeschrieben – das gilt auch für Unterwäsche.

Protest der Fußballerinnen folgt auf Forderungen von Tennisspielerinnen

Mit einer ganz ähnlichen Argumentation wie die britischen Fußballerinnen hatte erst vor wenigen Tagen die britische Tennisspielerin Alicia Barnett eine Regeländerung gefordert. Die Vorschrift bedeute für sie während ihrer Periode zusätzlichen mentalen Stress – der bei dem weltweit wichtigsten Tennisturnier der Welt nicht unbedingt förderlich ist.

„Während der Spiele die Periode zu haben, ist schwierig genug, aber dann weiß zu tragen, ist nicht einfach.“ Unterstützung erhielt sie von Landsfrau Heather Watson, die sich mit Barnett solidarisierte. Diese ist der Meinung, dass „manche Traditionen geändert werden“ könnten.

„Es ist schwierig, weil man England mit der Farbe Weiß assoziiert“

Dass es dazu Überzeugungsarbeit braucht, weiß auch Fußballerin Georgia Stanley. „Es ist schwierig, weil man England mit der Farbe Weiß assoziiert“, sagte sie der „Daily Mail“. Ob es tatsächlich zeitnah zu Regeländerungen kommt, ist derzeit völlig ungewiss.

Die Debatte ist nach den jüngsten Äußerungen verschiedener prominenter Sportlerinnen aber in vollem Gange. (pst)