Abo

Skepsis erschwert KampfWHO-Chef fordert im Kongo mehr Einbezug der Bevölkerung

2 min
Ebola-Ausbruch im Kongo

Der WHO-Chef besucht den Ebola-Hotspot.

Die WHO fordert im Kampf gegen Ebola im Kongo bessere Koordination. Doch Misstrauen in der Bevölkerung erschwert die Hilfe.

Eine effektivere Abstimmung aller humanitären Helfer und medizinischen Fachkräfte ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Eindämmung der Ebola-Epidemie im Kongo (Demokratische Republik) unerlässlich. Diese Forderung publizierte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus über den Onlinedienst X im Rahmen einer Visite in Ituri, der am schwersten heimgesuchten Provinz.

Tedros hob zudem hervor, wie entscheidend es sei, den Menschen vor Ort Gehör zu schenken und Hilfe zu leisten. „Die lokale Bevölkerung ist am besten dazu in der Lage, ihre Bedürfnisse auszudrücken und wirksame Lösungen zur Eindämmung des Ausbruchs zu identifizieren“, lautete die schriftliche Äußerung des WHO-Leiters.

Misstrauen in der Bevölkerung als Hindernis

In der betroffenen Region im Osten des Kongos stoßen einige vorbeugende Maßnahmen auf Ablehnung. Anordnungen wie die Isolierung von Infizierten, die Absonderung von Familienmitgliedern sowie spezielle Vorkehrungen bei der Bestattung von an Ebola Verstorbenen kollidieren mit den lokalen gesellschaftlichen Gepflogenheiten bei Krankheit und Tod. Eine zusätzliche Erschwernis für die Hilfsorganisationen ist der in Ituri verbreitete Glaube, bei der Ebola-Krankheit handle es sich um eine Erfindung.

Laut Mitteilung der kongolesischen Regierung gab es seit Ausbruchsbeginn über 1.000 Verdachtsfälle; von diesen sind ungefähr 250 Patienten gestorben. Aus dem Nachbarland Uganda meldet die WHO zudem neun nachgewiesene Ansteckungen. Bisher ist einer dieser Fälle mit tödlichem Ausgang zu verzeichnen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.