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Glatteis-ChaosAutobahn wird zur Rutschbahn – Polizei und Räumfahrzeuge stecken fest

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Auf der A3 bei Regensburg ging zeitweise nichts mehr (Archivbild).

Auf der A3 bei Regensburg ging zeitweise nichts mehr (Archivbild).

In Bayern ging am Mittwochmorgen zeitweise nichts mehr auf den Straßen. Die A3 musste stundenlang gesperrt werden.

Das Winter-Chaos in Teilen Deutschlands hört nicht auf: Auf der A3 in Bayern ist es in der Nacht zu Mittwoch bis zum Mittag zu chaotischen Zuständen gekommen. Dort hatte Blitzeis den Verkehr lahmgelegt, es ereigneten sich zahlreiche Unfälle, die Polizei musste einen Abschnitt der Autobahn bei Regensburg für Stunden sperren. Auch der Berufsverkehr am Morgen war betroffen. Die Polizei sprach von einem „Glatteis-Chaos“.

Nach Mitternacht hatte sich Blitzeis gebildet und die Straßen in rutschige Pisten verwandelt. Rund um das Autobahnkreuz Regensburg ereigneten sich in kurzen Abständen mehrere Unfälle. Die A3 zwischen Nürnberg und Passau musste zwischen Laaber und Regensburg-Ost in beide Richtungen gesperrt werden.

Mehrere Lkw konnten nicht mehr weiterfahren. Gegen 1.30 Uhr kollidierte laut „Mittelbayerische“ ein Lkw zwischen den Anschlussstellen Sinzing und Nittendorf glättebedingt mit einer Leitplanke. Nur ein paar Minuten später ging bei der Einsatzzentrale die Mitteilung über zwei quer stehende Lastwagen auf der Fahrbahn ein. Verletzt wurde bei den Unfällen niemand.

Gegen 2.30 Uhr ereignete sich in der Gegenrichtung ein weiterer Unfall, an dem vier Fahrzeuge beteiligt waren. Ein Pkw geriet beim Autobahnkreuz Regensburg ins Schleudern. Drei Lkw kollidierten mit dem stehenden Fahrzeug. Bei diesem Unfall wurde eine Person leicht verletzt.

A3: Einsatzfahrzeuge und Winterdienst kommen nicht durch

Selbst Polizeifahrzeuge hatten wegen der Glätte Probleme, an die Unfallstellen heranzukommen. Auch für Streu- und Räumfahrzeuge war wegen der blockierten Fahrbahnen kein Durchkommen mehr, teilweise waren sie auch nicht verfügbar. Es wurde Verstärkung aus Niederbayern angefordert. Es bildeten sich kilometerlange Rückstaus. Für Autofahrer, die seit Stunden im Stau standen, wurden Betreuungspunkte eingerichtet. Auch auf den Ausweichstrecken staute sich der Verkehr.

Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren unterwegs, auch um den Verkehr umzuleiten. Auch die Freiwilligen Feuerwehren aus mehreren Orten unterstützen die Arbeiten.

Gegen 9.20 Uhr ereignete sich dann noch ein weiterer Unfall bei Regensburg.

Die Fahrbahnen mussten so weit von Fahrzeugen freibekommen werden, dass der Winterdienst seine Arbeit verrichten konnte. Erst nach fünf Stunden gab es wieder freie Fahrt. Die Vollsperrung in Fahrtrichtung Frankfurt wurde gegen 10.30 Uhr aufgehoben, in Richtung Passau erst gegen 10.50 Uhr. Bis sich der Verkehrsfluss wieder normalisierte, wurde es dann fast Mittag.