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Winterchaos in Deutschland40 Straßenbahn-Fahrer sitzen in der Kälte fest

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In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden.

In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden.

Auch die Deutsche Bahn berichtete von Verspätungen und Zugausfällen im Nah- und Fernverkehr.

Neuschnee und Eisregen haben Auto- und Bahnfahrern am Montag in ganz Deutschland den Weg zur Arbeit erschwert. Auf glatten Straßen ereigneten sich in der Nacht und am Morgen Hunderte Unfälle. Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland von Südwesten nach Nordosten. Auch für Fußgänger und Radfahrer war es mancherorts gefährlich glatt, wenn sich Regen auf gefrorenen Böden sofort zu Eis verwandelte.

Die Deutsche Bahn berichtete von Verspätungen und Zugausfällen im Nah- und Fernverkehr. Zwischen Berlin und Rostock sowie Berlin und Stralsund wurde der Fernverkehr sogar eingestellt. Im übrigen Land waren viele Verbindungen von Einschränkungen betroffen.

Viele Unfälle mit meist glimpflichem Ausgang

Die Unfälle auf eisglatten Straßen gingen meistens mit Blechschäden ab. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken. In Thüringen zählte die Polizei 97 Verkehrsunfälle innerhalb von acht Stunden.

In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Rund 40 Trams steckten im Streckennetz fest. Auch eine U-Bahnlinie war auf einem oberirdischen Streckenabschnitt unterbrochen. Ein kurzes Autobahnstück in Berlin wurde wegen Eisglätte gesperrt. Die gestreuten Hauptstraßen in der Stadt waren hingegen problemlos befahrbar.

Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt oder wurde vorübergehend eingestellt. Bis zum Vormittag wurden fast alle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aufgehoben. Mit Stand 10.30 Uhr galten noch Unwetterwarnungen wegen starken Schneefalls in Teilen Frankens. (dpa)