Ab Sonntagnacht gilt wie in den meisten Ländern Europas wieder die Normalzeit. Die dunklere Jahreszeit steht bevor.
Mehr Schlaf, weniger HelligkeitZeitumstellung in der Nacht – Deutsche überwiegend genervt

Eine Uhr steht neben einem Bett. Am letzten Sonntag im Oktober beginnt die sogenannte Winterzeit. (Archivbild)
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In der kommenden Nacht werden die Uhren um 3.00 Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Von Sonntagfrüh (25. Oktober) an gilt in Deutschland und den meisten Ländern Europas die Winterzeit. Die Umstellung wurde 1980 in Deutschland wieder eingeführt, um Energie zu sparen. Ziel war eine bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit. Bis zum 28. März 2027 gilt nun wieder die Normalzeit, auch Winterzeit genannt.
Das Vorstellen der Uhr im Frühjahr sollte zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen, was allerdings kaum Effekte hat. Zudem macht der Wechsel zwischen Normal- und Sommerzeit manchen Menschen körperlich zu schaffen. Viele befürworten ein Ende der Zeitumstellung. Wann die EU entsprechende Pläne umsetzt, ist aber nicht absehbar.
Deutsche lehnen Zeitumstellung mehrheitlich ab
In einer Befragung der Europäischen Kommission hatten sich 2018 80 Prozent der Teilnehmer dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung in der EU zu beenden – von 4,6 Millionen Antworten kamen damals etwa 3 Millionen aus Deutschland.
Eine europaweite Lösung für die Abschaffung ist jedoch nicht in Sicht, da sich die EU-Staaten seit Jahren nicht auf eine Position einigen können. Von dem Prozedere sind die Deutschen weiterhin überwiegend genervt: 44 Prozent sagten Yougov, dass sie die Zeitumstellung „voll und ganz ablehnen“, weitere 27 Prozent lehnen sie „eher ab“.
Für den Fall, dass die Zeitumstellung abgeschafft würde, sind sich die Befragten laut der Yougov-Erhebung zudem ziemlich uneins: Für 40 Prozent sollte dann eine dauerhafte Sommerzeit gelten (abends länger hell, morgens länger dunkel). Das Gegenteil sagen 36 Prozent (dauerhafte Winterzeit, morgens früher hell, abends früher dunkel).
Physikalisch-Technische Bundesanstalt zuständig
Zuständig für die automatische Umstellung von Uhren in Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig.
Experten der Behörde sorgen dafür, dass über einen Langwellensender mit dem Namen DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren der Industrie mit dem Signal versorgt werden. (das/dpa/afp)
