Mit mehr als 235 Kilometern pro Stunde zieht ein Sportwagenfahrer an einer Zivilstreife vorbei. Am Ende zahlt der 23-Jährige 10.000 Euro.
Zivilstreife abgehängtMit Tempo 235 über die A3 – Polizei stoppt Porschefahrer

Ein Porsche-Fahrer aus den Niederlanden ist in Deutschland gestoppt worden (Symbolbild).
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Mit mehr als 235 Kilometern pro Stunde ist ein Sportwagenfahrer auf der Autobahn 3 nahe Montabaur einer Zivilstreife der Polizei davongefahren. Obwohl die Beamten mit geeichten 230 Kilometern pro Stunde unterwegs waren, vergrößerte der 23-Jährige aus den Niederlanden den Abstand weiter, wie die Polizei mitteilte.
Zur Tatzeit am Mittag herrschte demnach ein hohes Verkehrsaufkommen. Nach bisherigem Ermittlungsstand kam es nur durch glückliche Umstände zu keinem Unfall.
Drogenkonsum: 23-Jähriger betreibt angeblich Coffeeshop
Zuvor sei der Mann den Zivilbeamten mit zu geringem Sicherheitsabstand aufgefahren und habe mehrfach verbotswidrig rechts überholt, hieß es. Dabei habe er jede Lücke genutzt und sei unmittelbar vor anderen Fahrzeugen wieder eingeschert.
Bei der Kontrolle ergaben sich zudem Hinweise auf Drogenkonsum. Ein Vortest verlief positiv auf THC, eine Blutprobe wurde entnommen. Der 23-Jährige gab an, mit seinem Vater einen Coffeeshop im niederländischen Eindhoven zu betreiben und aus beruflichen Gründen regelmäßig Cannabis zu konsumieren.
Sicherheitsleistung von 10.000 Euro erhoben
Weil er im Ausland wohnt und keine Angaben zu seinem Einkommen machte, wurde den Angaben zufolge eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro erhoben, die er vor Ort zahlte. Sein Führerschein wurde sichergestellt.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der Gefährdung des Straßenverkehrs dauern an. Der 23-Jährige war nach Polizeiangaben in einem Porsche 911 unterwegs. „Ein Einsehen hinsichtlich seines Fehlverhaltens, war zu keinem Zeitpunkt vorhanden“, teilte die Polizei zudem mit. Der Mann sei schließlich von seinem Vater abgeholt worden, hieß es weiter. (das/dpa)
