Das Jahr hat in Oberberg mit Schnee und eisigen Temperaturen begonnen. Oliver Baldsiefen rechnet mit weiteren Schneefällen.
Donnerwetter!Schnee und Frost könnten erst mal hartnäckig bleiben – Neues vom Wettermann aus Lindlar

Unser Wetterfrosch Oliver Baldsiefen.
Copyright: Börsch
Liebe Wettergemeinde! Das Jahr 2025 haben wir hinter uns gelassen und somit ist es an der Zeit, mal Resümee zu ziehen. Das vergangene Jahr war, auch wenn man es kaum glauben kann, ein wenig zu trocken. Der Jahresniederschlag erreichte Mengen um 900 Liter/Quadratmeter – normalerweise sich es durchschnittlich etwa 1200 Liter/Quadratmeter. Der „Höllensommer“ ist glücklicherweise ausgeblieben, dafür war der Juli eher durchwachsen und deutlich zu nass. Der Winter 2025/2026 war zunächst auch noch überdurchschnittlich mild, aber pünktlich zu den Feiertagen floss dann die kalte Luft so langsam zu uns herein.
Diese ist auch bis heute noch nicht verschwunden, denn über Skandinavien liegt weiterhin ordentlich Kaltluft, die wir auch in der kommenden Woche weiterhin anzapfen. Hinzu kommen weitere Schneeschauer, die dann das Bergische mit einem weißen Mäntelchen bedecken könnten. Kurz gesagt: Es ist mal wieder „richtig“ Winter und bleibt es bis mindestens zum kommenden Wochenende auch. Wenn ein bisschen Schnee liegt und in den Nächten die Wolken aufreißen, dann gehen die Temperaturen ruckzuck in den zweistelligen Minusbereich. Sollte also noch jemand den Wasserhahn im Garten nicht abgeklemmt haben, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.
Von der Tendenz her dürfte der Winter weiterhin hartnäckig bleiben. Es ist noch genug polare Kaltluft über der Nordhemisphäre vorhanden, die immer wieder mal zu uns einströmen könnte und vermutlich auch wird. Zwischenzeitlich sind aber sicher auch mildere Phasen mit einer westlichen Strömung dabei, die dann den Schnee auch mal zusammenschmelzen lassen. Danach dürften aber vermutlich zeitig wieder neue Flocken folgen.
Es darf natürlich im Januar auch mal schneien, denn wir sind derzeit in den Hochwintermonaten und die Tage werden langsam schon wieder länger. Trotzdem kann der Januar und der Februar durchaus noch winterliche Überraschungen bereithalten. Der Polarwirbel (wir erinnern uns) hatte ja schon ein verändertes Wettermuster vor einiger Zeit angedeutet. Es bleibt also weiterhin spannend.

