Jeder hat es schon einmal erlebt - im Meeting, bei Zuhörern im Vortrag oder während des Geschäftsessens: Mitten in der Unterhaltung wirft das Gegenüber plötzlich einen ausgiebigen Blick auf sein Smartphone oder Handy. Worüber viele sich immer wieder ärgern, hat nun auch einen Namen: „Phubbing“. Das ist ein englisches Kunstwort, zusammengesetzt aus den Wörtern „phone“ (= Telefon) und „snubbing“ (= vor den Kopf stoßen).
Im Internet hat der 23-jährige australische Student Alex Heigh sogar eine Kampagne dagegen gestartet. „Phubbing ist der anwesenden Person gegenüber ausgesprochen unhöflich“, bestätigt auch die Etikette-Trainerin Lis Droste aus Frankfurt am Main. Es werde nach Möglichkeit am besten vermieden. Etikettetechnisch habe das Gegenüber immer Vorrang vor dem Smartphone.
Lässt sich der Blick auf das Handy im Gespräch einmal nicht vermeiden, weil jemand zum Beispiel eine dringende Nachricht erwartet, sollte das vorher lieber angekündigt werden. Am besten gebe man auch eine kurze Begründung, sagt Droste vom Netzwerk Etikette Trainer International. Höflich sei außerdem, wenn die Beschäftigung mit dem Telefon dann nur ganz kurz dauere. (mit Material von dpa)
Mehr Tipps für den „richtigen“ Umgang mit dem Smartphone finden Sie in unserer Bildergalerie:
