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Boom bei BatteriespeichernZubau im ersten Quartal um zwei Drittel gestiegen

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Batteriespeicher

Batteriespeicher können Schwankungen bei Solar- und Windstrom ausgleichen. (Archivbild)

Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland boomt, vor allem durch Großanlagen. Doch die Branche fürchtet Nachteile.

Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland hat im ersten Jahresviertel um zwei Drittel gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zugenommen. Zwischen Januar und März wurde eine zusätzliche Speicherkapazität von etwa zwei Gigawattstunden (GWh) installiert. Diese Information veröffentlichte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Grundlage von Daten der Bundesnetzagentur.

Infolgedessen erhöhte sich die kumulierte Kapazität aller Batteriespeicher auf circa 28 Gigawattstunden. Diese Gesamtleistung ist auf 2,5 Millionen einzelne Systeme verteilt.

Wachstum vor allem durch Großanlagen angetrieben

Mit mehr als einer Gigawattstunde trugen Großspeicher, also Systeme mit einer Leistung von über einer Megawattstunde, zu über 50 Prozent des Zuwachses im ersten Jahresviertel bei. Hierbei wurde eine Steigerung um fast das Vierfache im Jahresvergleich verzeichnet. Demgegenüber blieb die Erweiterung im Bereich der Heimspeicher, die Leistungen zwischen 5 und 20 Kilowattstunden aufweisen, mit rund 0,74 Gigawattstunden unverändert.

Nach Angaben des BSW-Solar ist die gesamte installierte Leistung rechnerisch in der Lage, den täglichen durchschnittlichen Strombedarf von etwa drei Millionen Privathaushalten in Deutschland zu decken. Solche Kapazitäten ermöglichen den Ausgleich von produktionsbedingten Schwankungen bei Solar- und Windenergie, die durch das Wetter verursacht werden.

Befürchtung einer Schlechterstellung gegenüber Gaskraftwerken

Ungeachtet des positiven Trends zeigte sich Carsten Körnig, der Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, beunruhigt hinsichtlich der derzeitigen Gesetzesvorhaben des Bundeswirtschaftsministeriums. Seine Sorge ist, dass Batteriespeicher bei zukünftigen Auktionen für Kraftwerke eine Benachteiligung erfahren könnten.

Körnig mahnte: „Batteriespeicher dürfen in den kommenden Kraftwerksauktionen nicht durch ungeeignete Ausschreibungskriterien gegenüber Gaskraftwerken benachteiligt werden“. Anstelle dessen sei eine gezielte Förderung von Speichern notwendig, weil diese „ein zentraler Baustein für ein kosteneffizientes, resilientes und klimaneutrales Energiesystem“ wären. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.