Der Bio-Markt in Deutschland wächst weiter. Besonders Fleischersatz und Süßwaren sind gefragt, während Bier verliert.
Bio bleibt WachstumsbrancheUmsatz mit Bio-Lebensmitteln steigt um sechs Prozent

Bio-Produkte legen in der Verbrauchergunst weiter zu.
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Der Handel mit ökologisch erzeugten Nahrungsmitteln in Deutschland hat zu Beginn des Jahres weiter an Fahrt gewonnen. Der Umsatz kletterte während der ersten drei Monate um sechs Prozent auf eine Summe von 4,91 Milliarden Euro, verglichen mit dem ersten Quartal 2025. Diese Daten stammen vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.
Den Hauptanteil des Umsatzes sicherten sich mit 30 Prozent die Discounter, wohingegen Supermärkte 29 Prozent erreichten. Drogeriemärkte erzielten einen Marktanteil von fast 13 Prozent, nachdem sie zwischen Januar und März ein starkes Umsatzplus von 14 Prozent verzeichneten.
Verbandschefin: „Bio bleibt eine Wachstumsbranche“
Die Quartalserhebung wurde vom Branchenverband BÖLW erstmalig in Kooperation mit der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft publiziert. Grundlage hierfür sind die Erhebungen von vier verschiedenen Marktforschungsunternehmen. Dazu äußerte sich die Verbandsvorsitzende Tina Andres: „Bio bleibt auch in Krisenzeiten eine Wachstumsbranche.“ In Anbetracht der globalen Situation leiste dies einen Beitrag zur Ernährungssicherheit, zumal ökologisch wirtschaftende Betriebe von der massiven Teuerung bei Düngemitteln unberührt blieben.
Produkt-Trends: Fleischersatz legt zu, Bier verliert
Laut den vorliegenden Daten wurden erhebliche Umsatzsteigerungen bei Produkten wie Fleischalternativen, Mehl, Süßwaren, Speiseeis und Tiefkühlprodukten registriert. Eine gestiegene Nachfrage zeigte sich ebenfalls bei Delikatessen, Fertiggerichten, Heißgetränken sowie Backerzeugnissen. Im Gegensatz dazu war bei Bier und Spirituosen ein markanter Umsatzrückgang zu verzeichnen.
Innerhalb des ökologischen Frischesegments konnte bei Eiern und Fleisch ein Plus erzielt werden, was sich hauptsächlich durch gestiegene Verkaufspreise erklärt. Hingegen wurden bei Butter, Brot und Kartoffeln geringere Umsätze gemeldet. (dpa/red)
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