Der Ex-CDU-Politiker Steffen Kampeter ist überzeugt, dass eine gute Work-Life-Balance auch mit 39 Stunden Arbeit in der Woche gut machbar sein.
Work-Life-BalanceChef der Arbeitgeber-Verbände fordert „mehr Bock auf Arbeit“

Der frühere CDU-Politiker und heutige Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Steffen Kampeter
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Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, fordert längere Arbeitszeiten - und mehr Lust auf Arbeit. „Wir brauchen mehr Bock auf Arbeit“, sagte er dem Fachinformationsdienst „Table.Media“.
Work-Life-Balance: Steffen Kampeter fordert mehr Leistung im Arbeitsmarkt
Die Realität sei: „Wir werden länger arbeiten müssen“. Eine gute Work-Life-Balance „bekommt man auch mit 39 Stunden Arbeit in der Woche hin“, sagte Kampeter weiter. In den Schulen müsse Leistung wieder eine größere Rolle spielen, forderte der Verbandsvertreter. „Leistung ist was wert. Mehr noch: Wir brauchen Leistung.“ Zugleich fordert Kampeter „Kitaplätze für alle“, denn in dieser Phase werden die Grundlagen gelegt.
Die Rente mit 63 nannte der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete eine „offenkundige Fehlleistung der Politik“. Je besser Ausbildung und Gehalt, desto früher verabschiedeten sich inzwischen Mitarbeiter in den Ruhestand. In diesem Jahr würden 250.000 Beschäftigte abschlagsfrei in die Frührente gehen. „Dadurch verlieren wir viele hervorragende Mitarbeiter in den Betrieben.“ (afp)