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Verstoß gegen SanktionenDeutsche Bank meldet zu hohe Guthaben russischer Kunden

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat in Sachen Russland-Sanktionen Probleme im eigenen Haus aufgedeckt (Archivbild)

Nach der Aufdeckung von Verstößen gegen die Russland-Sanktionen durch eine interne Untersuchung hat die Deutsche Bank eine Selbstmeldung vorgenommen.

Zuwiderhandlungen gegen Russland-Sanktionen von Deutscher Bank eingeräumt. Einem Eingeständnis der Deutschen Bank zufolge wurden die Sanktionen gegenüber Russland missachtet. Der Branchendienst „Finanz-Szene“ meldete als erster, dass Privatpersonen mit russischer oder belarussischer Staatsangehörigkeit höhere Einlagen auf Konten oder in Wertpapierdepots des Instituts besaßen, als die geltenden Regelungen gestatten.

Infolge einer strengeren Handhabung der Sanktionen wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine ist es Klienten aus Russland sowie Belarus nicht gestattet, über 100.000 Euro bei einer deutschen Bank zu halten. Dieser Höchstbetrag kann jedoch auch unbeabsichtigt überschritten werden, zum Beispiel durch Kursgewinne von Wertpapieren in einem Depot.

Unregelmäßigkeiten durch interne Untersuchung festgestellt

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, fand der im Dax gelistete Konzern die Zuwiderhandlungen im Rahmen einer eigenen Überprüfung. Das Finanzinstitut informierte daraufhin von sich aus die Deutsche Bundesbank, welche die Funktion der Aufsicht innehat.

Gegenüber der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX teilte die Deutsche Bank mit, dass die Verfahren zur Befolgung der Sanktionen kontinuierlich kontrolliert werden. „Wann immer wir mögliche Schwachstellen identifizieren, ergreifen wir angemessene Maßnahmen zur Anpassung und Verbesserung unserer Prozesse und informieren die zuständigen Aufsichtsbehörden proaktiv.“ Zu weiteren Einzelheiten wollte ein Unternehmenssprecher keine offizielle Stellungnahme abgeben. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.