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Gute Ernte erwartetWetter begünstigt Weinanbau in Deutschland

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ARCHIV - 14.08.2023, Rheinland-Pfalz, Neustadt an der Weinstraße: Weintrauben der Sorte Solaris werden beim Start der Weinlese im Weinberg der Weingebiet Manufaktur vom Rebstock geschnitten.

Gute Aussichten: Die Winzer in Deutschland erwarten eine gute Ernte. imago/Rainer Unkel

Mehr Niederschläge, weniger Unwetterschäden: Winzer rechnen 2023 mit einer besseren Ernte als noch im Vorjahr.

Die Winzerinnen und Winzer in Deutschland erwarten für 2023 eine deutlich bessere Weinernte als 2022. Wie das Statistische Bundesamt am Montag anhand erster Schätzungen mitteilte, wird die Erntemenge voraussichtlich bei 9,88 Millionen Hektolitern Weinmost liegen. Gegenüber dem Jahrgang 2022 mit 9,05 Millionen Hektolitern würde dies einen Anstieg um 9,1 Prozent bedeuten.

Ein Grund dafür ist den Angaben zufolge, dass die Wasserversorgung in den meisten Weinbauregionen ausreichend war. Größere Schäden durch Hagel, Sturm und Frost blieben aus. Die geschätzte Erntemenge liegt insgesamt um 1,16 Millionen Hektoliter oder 13,3 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2022.

Wie bereits in den Vorjahren entfällt mehr als die Hälfte (53,5 Prozent) der erwarteten Weinernte auf die größten Weinanbaugebiete Rheinhessen (2,75 Millionen Hektoliter) und Pfalz (2,53 Millionen Hektoliter). Ein weiteres Viertel (25,2 Prozent) verteilt sich auf Baden (1,38 Millionen Hektoliter) und Württemberg (1,11 Millionen Hektoliter). Die restlichen 21,3 Prozent entfallen den Angaben zufolge auf die übrigen Weinanbaugebiete.

Deutliche prozentuale Steigerungen der Erntemenge werden in den flächenmäßig großen Anbaugebieten Mosel (plus 20,5 Prozent) und Württemberg (plus 12,7 Prozent), Pfalz (plus 10,1 Prozent) und Rheinhessen (plus 9,7 Prozent) erwartet. Auch die flächenmäßig kleinen Anbaugebiete Ahr (plus 75,4 Prozent), Mittelrhein (plus 57,4 Prozent) und Sachsen (plus 12,3 Prozent) melden Zuwächse.

Die Erntemenge von Riesling, der beliebtesten deutschen Rebsorte, nimmt 2023 gegenüber 2022 voraussichtlich um 314600 Hektoliter auf 2,19 Millionen Hektoliter zu (plus 16,8 Prozent). Die mengenmäßig zweit- und drittwichtigsten weißen Rebsorten Müller-Thurgau (1,17 Millionen Hektoliter, plus 1,8 Prozent) und Grauer Burgunder (725200 Hektoliter, plus 4,6 Prozent) legen den Angaben nach ebenfalls zu.

Die Erntemenge der roten Rebsorte Blauer Spätburgunder steigt demnach um 5,9 Prozent auf 1,02 Millionen Hektoliter ebenfalls deutlich an, während der Dornfelder in etwa auf dem Vorjahresniveau verbleibt (774200 Hektoliter; plus 0,2 Prozent). (kna)