Abo

Erste Schiffe passieren BlockadeÖlpreise stabil nach Rahmenabkommen zwischen USA und Iran

2 min
Iran-Krieg - Mineralölraffinerie Oberrhein

Die Ölpreise sind kaum weiter gefallen.

Nach einem Abkommen zwischen den USA und dem Iran stabilisieren sich die Ölpreise auf niedrigem Niveau. Doch am Markt herrscht Unsicherheit.

Eine geringe Bewegung kennzeichnete die Ölpreise im frühen Handel am Dienstag. Ein Fass (159 Liter) der Rohölsorte Brent aus der Nordsee mit Liefertermin im August kostete am Morgen 82,76 US-Dollar. Dieser Preis lag damit geringfügig, um etwa ein halbes Prozent, unter dem Niveau des Vortages. Die Kurse pendeln sich aktuell im Bereich von 83 US-Dollar ein, nachdem es zuvor einen deutlichen Preisverfall gegeben hatte. Dieser war eine Folge des zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Rahmenabkommens, das den Krieg beenden soll.

Dem Rahmenabkommen gingen wochenlange Gespräche voraus. Die Verständigung zwischen den USA und dem Iran erfolgte in der Nacht zum Montag. Die Unterzeichnung des Dokuments ist für Freitag in der Schweiz geplant. Ein zentraler Konfliktpunkt blieb bis zum Schluss die Frage der Freigabe der Straße von Hormus.

Iranische Schiffe durchqueren den Golf von Oman

Staatliche Medien melden mittlerweile, dass die ersten Schiffe aus dem Iran die Region im Golf von Oman durchfahren haben, welche von der Seeblockade der USA betroffen war. Der iranische Sender Press TV meldete, sich auf gut unterrichtete Quellen beziehend, dass am Montagabend mindestens drei Tanker und zwei Frachter die Passage ohne Vorkommnisse abgeschlossen hätten.

Unsicherheit am Markt durch fehlende Informationen

Am Markt herrscht nach wie vor eine abwartende Haltung, da Einzelheiten zu der Vereinbarung ausstehen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, dass bei den verantwortlichen Energiebehörden am Persischen Golf zahlreiche Anfragen eingehen. Diese betreffen die Möglichkeit, Rohöl erneut durch die Straße von Hormus zu befördern. Sowohl Reedereien als auch Händler betonten, dass sie erst dann Schiffe auf diesen Weg entsenden würden, wenn mehr Deutlichkeit über die Lage herrsche.

Der Analyst Pavel Molchanov von Raymond James äußerte: „Der früheste Zeitpunkt, zu dem das Ölangebot wieder das Vorkriegsniveau erreichen kann, ist Ende Juli“. Eine Normalisierung des Angebots sei erst möglich, nachdem sämtliche logistischen Hürden beseitigt worden sind. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.