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Fahrer wird überflüssigErster Lieferdienst setzt auf autonom fahrende Lieferfahrzeuge

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Ob Obst oder Gemüse, Hygieneartikel oder TK-Ware: Dank Online-Lebensmittelhändler kann man sich eine große Produktpalette nach Hause liefern lassen (Symbolbild).

Ob Obst oder Gemüse, Hygieneartikel oder TK-Ware: Dank Online-Lebensmittelhändler kann man sich eine große Produktpalette nach Hause liefern lassen (Symbolbild).

Ein großer Online-Lebensmittelhändler bringt Waren ab sofort ohne Fahrer ans Ziel. Ein Vorbild für die Konkurrenz?

Die britische Supermarktkette Asda testet die Auslieferung von Lebensmitteln mit autonom fahrenden Fahrzeugen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, soll bei dem auf ein Jahr angelegten Versuch Technologie der Startup-Firma Wayve für das autonome Fahren zum Einsatz kommen.

Großbritanniens zweitgrößter Online-Lebensmittelhändler und das Unternehmen Wayve, das selbstfahrende Elektrofahrzeuge herstellt, versprechen sich durch den Einsatz der neuen Fahrzeuge, Emissionen und Lieferkosten zu senken.

Lebensmittel-Lieferdienst: Asda setzt mit Wayve auf autonome Lieferfahrzeuge

Ganz alleine kommen die Autos aber nicht auf die Straße: Während der Fahrten, die am Montag starteten, seien immer jeweils ein Asda- und ein Wayve-Mitarbeiter an Bord, hieß es in der Mitteilung. Auch das Ein- und Ausladen werde von Asda-Mitarbeitern erledigt. Das Fahren werde demnach aber den Autos überlassen, wie ein Werbevideo von Asda zum Start des neuen Projekts zu sehen ist.

Bedient werden soll ein Einzugsgebiet in London mit etwa 72.000 Haushalten. Asda zufolge handelt es sich um den bisher größten Versuch dieser Art in Europa. Die Testfahrzeuge werden demnach komplett in den Betrieb des normalen Lieferdiensts eingegliedert. Ob Kunden von einem herkömmlichen Lieferfahrzeug oder einem autonom gesteuerten bedient werden, wird per Zufallsprinzip ausgewählt.

Lieferfahrzeuge sollen Gefahren erkennen und sichere Entscheidungungen treffen

Wayve nutzt laut dem „European Supermarket Magazine“ die AV2.0-Technologie. Die KI-Software soll es den Fahrzeugen ermöglichen, überall im Stadtgebiet autonom zu fahren – auch an Orten, an denen sie noch nie zuvor gewesen sind. Die KI lernt aus Erfahrung, wie sie in der jeweiligen Umgebung am besten fährt. Das System ist so konzipiert, dass es die Straße ständig überwacht, potenzielle Gefahren erkennt und die sichersten Entscheidungen trifft.

„Wir glauben, dass die Technologie des autonomen Fahrens eine aufregende Gelegenheit ist, die Zukunft der Warenlieferung zu formen“, sagte Asda-Vizechef im Bereich eCommerce, Simon Gregg, der Mitteilung zufolge. Gregg fügte hinzu: „Durch unsere Partnerschaft mit Wayve testen wir diese Technologie, um herauszufinden, wie sie unseren geschäftigen Filialbetrieb unterstützen kann und gleichzeitig eine einzigartige, zuverlässige und effiziente Option für Asda-Kunden darstellt, sich eine ganze Reihe von Produkten nach Hause liefern zu lassen.“

Autonome Lieferfahrzeuge: Ein Vorbild auch für den deutschen Markt?

Auch in Deutschland expandieren Lieferdienste für Lebensmittel immer mehr. Neben den Schnelllieferdiensten wie Getir oder Flink gibt es auch immer mehr Online-Supermärkte. Zwar unterscheiden diese sich in Sortiment und Preisstruktur teils deutlich, bislang allerdings sie alle eines gemeinsam: Bei der Lieferung sitzt eine Fahrerin oder ein Fahrer hinter dem Steuer.

Ob auch ein Anbieter in Deutschland plant, autonome Lieferfahrzeuge einzusetzen, ist derzeit nicht bekannt. (pst mit dpa)