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Umstieg wird bezahlbarExperte: Gebrauchte Stromer sind günstig, Akkus halten

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Elektroauto lädt an Ladesäule

Das Gebrauchtwagenangebot für Elektroautos wächst. (Archivbild)

Studie zu gebrauchten E-Autos: Die Preise sind fair, die Auswahl ist groß und die Sorge um den Akku ist meist unbegründet.

Der Sektor für gebrauchte Elektrofahrzeuge durchläuft eine dynamische Entwicklung. Er habe sich „vom Nischensegment zu einem etablierten Markt mit wachsendem Angebot, transparenten Preisen und verlässlichen Qualitätsstandards“ gewandelt, so die Einschätzung von Patrick Plötz vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI). Die große Menge an Neuanmeldungen aus den Jahren 2020 und 2021 bewirkt nun eine signifikante Zunahme des Angebots, während vor fünf bis sechs Jahren nur wenige gebrauchte Modelle erhältlich waren.

Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes untermauern diesen Trend. Die Halterwechsel bei gebrauchten Stromern nahmen in den ersten vier Monaten des aktuellen Jahres deutschlandweit erheblich zu und übertrafen die Werte der Vorjahreszeiträume deutlich. „Die typischen Nutzungszyklen betragen drei bis vier Jahre“, erläutert Plötz. Folglich erreichen die Fahrzeuge, die am Anfang der 2020er-Jahre erstmals registriert wurden, nun den Zweitmarkt.

Vielfältiges Angebot und Preisparität zu Verbrennern

Mit der gestiegenen Fahrzeugmenge hat sich auch die Auswahl an Modellen erweitert. Laut Plötz existiert mittlerweile eine „breite Auswahl alltagstauglicher Fahrzeuge mit soliden Reichweiten und guten Ladeleistungen“, deren Spektrum vom kleinen City-Flitzer bis zur potenten Mittelklasse reicht. Ein gängiger Einwand gegenüber E-Fahrzeugen – die kostspieligere Anschaffung – verliert im Sektor für Gebrauchtwagen laut der ISI-Studie zudem größtenteils seine Gültigkeit.

„Gebrauchte Elektrofahrzeuge bewegen sich preislich weitgehend auf dem Niveau vergleichbarer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor“, schreibt Plötz. Eine mögliche Ursache hierfür ist der stärkere Wertverfall von neuen E-Autos in den Anfangsjahren, was Daten des Marktbeobachters Deutsche Automobil-Treuhand (DAT) bestätigen. Gemäß der Fraunhofer-Untersuchung hat die Laufleistung dabei nur einen geringen Einfluss auf den Preis. Die Analyse ergab, dass eine Verdopplung der jährlichen Kilometerleistung lediglich zu einer Preissenkung von rund zwei Prozent führt.

Akkus in der Regel stabiler als vermutet

Die Verfassung des Akkus stellt eine der zentralen Befürchtungen beim Erwerb eines gebrauchten Elektrofahrzeugs dar. Der Experte Plötz gibt in diesem Punkt allerdings Entwarnung. „Die häufig geäußerten Bedenken gegenüber der Batterie lassen sich durch aktuelle Daten weitgehend entkräften“, sagt er. „Moderne Batteriesysteme sind deutlich langlebiger und verlässlicher als lange angenommen.“

Laut der Studie verringert sich die Akkukapazität im Normalfall lediglich um ein bis zwei Prozentpunkte jährlich. Dies hat zur Folge, dass die Mehrheit der Automobile nach fünf Betriebsjahren immer noch mehr als 95 Prozent der anfänglichen Reichweite aufweist.

Zusammenfassend kommt Plötz zu einer positiven Bewertung für interessierte Käufer. „Gebrauchte E-Autos machen den Umstieg bezahlbar – mit viel Auswahl, kalkulierbaren Preisen und geringeren Unsicherheiten.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.