Geht es noch gratis?Wie sich die Grundgebühr beim Girokonto sparen lässt

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- Bei rund 70 Girokonten lässt sich die Grundgebühr sparen
- Viele günstige Angebote sind mit Online-Banking verknüpft
Schondorf – Wenn das Geld knapp wird, weil die Ausgaben kontinuierlich steigen, suchen Verbraucher nach Einsparmöglichkeiten. Da rücken schnell die Girokonten in den Blick. Jahresgebühren von mehr als 150 Euro sind bei vielen Banken keine Seltenheit mehr. Zum Glück gibt es weiterhin Konten, die nichts oder fast nichts kosten. Man muss sich meist nur auf das Onlinebanking einlassen.
Gibt es noch Gratiskonten?
Die Zahl der bedingungslos kostenlosen Konten ist mit rund 30 in den vergangenen Monaten stabil geblieben. Zwar hat sich das eine oder andere Geldhaus, wie 1822direkt oder DKB, aus diesem Kreis verabschiedet, aber es kommen neue hinzu.
Handelt es sich dabei auch um Filialkonten?
Die Mehrzahl günstiger Konten lässt sich nur über das Internet führen. Es gibt allerdings auch einige wenige Banken mit Gratiskonten, die man sowohl online als auch über die Filialen mit SB-Automaten führen kann. Das sind: Hypovereinsbank und Santander Bank. Hier sollte jeder schauen, ob eine Filiale auch in der Nähe ist.
Ist bei Gratiskonten alles kostenlos?
Bei Gratiskonten gibt es keine monatliche Grundgebühr, Girocard und Überweisungen sind auch gratis. Wer das Konto überzieht, zahlt natürlich Dispozinsen. Zudem erheben einige Direktbanken wie ING oder DKB nun 0,99 Euro im Monat für die klassische Girocard. Die Visa-Debitkarten sind jedoch weiterhin kostenlos. Sie übernehmen weitgehend die Funktionen der Girocard. Das heißt: Wer damit zahlt, dem wird der Geldbetrag gleich auf dem Gehaltskonto belastet.
Wie viele Gratiskonten gibt es noch?
Knapp 30 Girokonten gibt es, die auf die Gebühren ohne Bedingungen verzichten. Rund 40 weitere Banken verzichten auf die monatliche Grundgebühr, wenn eine Bedingung wie ein regelmäßiger Geldeingang erfüllt wird. Dazu gehören ING oder DKB, die einen Geldeingang von monatlich 700 Euro fordern, will man deren Grundgebühr von knapp fünf Euro nicht zahlen. In der Praxis sollte das auch für Leute mit kleinem Geldbeutel kein Problem sein.
Wie sieht es hier mit dem Dispo aus?
Generell sind die Dispozinsen bei Direktbanken niedriger als bei Filialbanken oder Sparkassen und liegen meist unter acht Prozent. Es gibt aber eine Reihe von Instituten, die ein kostenloses Girokonto anbieten, das nur über eine Smartphone-App geführt wird und nicht überzogen werden kann. Dazu gehören etwa Vivid, Openbank oder Klarna.
