Google integriert seine KI Gemini tiefer in Android. Als „Gemini Intelligence“ soll sie im Alltag und Auto helfen.
Googles große KI-OffensiveGemini soll den Alltag auf Android-Geräten vereinfachen

Viele neue Android-Funktionen basieren auf Künstlicher Intelligenz.
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Google integriert erweiterte Funktionen Künstlicher Intelligenz in sein Betriebssystem Android. Das Konzept sieht vor, dass die firmeneigene KI Gemini über diverse Anwendungen hinweg und nahtlos zwischen verschiedenen Android-Geräten arbeitet. Anwender sollen durch Gemini befähigt werden, mehr tägliche Aufgaben selbstständig zu bewältigen.
Analog zur Vorgehensweise des Hauptkonkurrenten Apple, der seine KI-Anwendungen unter der Bezeichnung „Apple Intelligence“ bündelt, etabliert der Internet-Konzern jetzt die Dachmarke „Gemini Intelligence“.
Hilfreichere KI mit „Gemini Intelligence“
Als Anwendungsbeispiele führt Google an, dass Gemini aus einer Einkaufsliste eine vollständige Online-Lebensmittelbestellung generieren oder einen Platz in einem Sportkurs sichern kann. Im Webbrowser Chrome soll die KI Informationen von verschiedenen Seiten sammeln und zusammenfassen. Wenn Nutzer von Welpen-Hundefutter auf die Variante für ausgewachsene Tiere wechseln möchten, soll eine Anweisung an die KI genügen, um die Online-Bestellung entsprechend zu modifizieren. Beim Ausfüllen von Fragebögen wird Gemini zudem mehr Informationen der Nutzer als bisher einfügen können.
Eigene Widgets und nützliche Bilderstellung
Die KI soll es Anwendern auch erleichtern, ihre Android-Geräte durch individuelle Widgets umfassender zu personalisieren. Ohne erforderliche Programmierkenntnisse soll es ausreichen, die gewünschte Funktionalität zu beschreiben, woraufhin die Software das Widget für die Smartphone-Oberfläche oder eine Uhr mit Android-Wear-System erstellt.
Als Beispiele führt Google ein Widget an, dessen Aufgabe es ist, wöchentlich drei Kochrezepte mit hohem Proteingehalt vorzuschlagen. Ein anderes könnte etwa Wetterprognosen zu Wind und Niederschlag anzeigen, wenn ein Nutzer nur an diesen Informationen interessiert ist. Mit „Nano Banana“ hat Google zudem ein KI-Modell vorgestellt, das realistisch aussehende Bilder generieren kann. So sollen Nutzer zum Beispiel bei der Wohnungssuche den KI-Assistenten in Chrome bitten können, ein leeres Zimmer in einem Foto mit Möbeln zu füllen oder komplizierten Lernstoff als Grafik darzustellen.
Bessere Kompatibilität mit Apple-Geräten
Unter dem Druck der EU-Digitalgesetze wird der Datenaustausch künftig auch systemübergreifend funktionieren: Die Funktion „Quick Share“ aus der Android-Welt wird mit Apples „Airdrop“ kompatibel. Zunächst wird das auf Googles Pixel-Smartphones funktionieren, im späteren Jahresverlauf kommen Geräte von Samsung, Vivo, Oppo, OnePlus, Xiaomi und Honor dazu.
Zudem wird der Umzug von einem iPhone auf ein Android-Gerät vereinfacht. Künftig können Passwörter, Fotos, Nachrichten, Kontakte, viel genutzte Apps und auch das Homescreen-Layout drahtlos übertragen werden. Der neue Migrationsassistent soll zunächst auf den Pixel- und Samsungs Galaxy-Smartphones verfügbar sein.
Android Auto passt sich an und wird schlauer
Die Infotainment-Bildschirme in Autos haben längst nicht mehr nur ein Format. Die Oberfläche des Dienstes Android Auto, mit dem Smartphones das Display übernehmen können, passt sich künftig mit seiner Anzeige darauf an.

Die Karten im Auto sollen eine verbesserte Ansicht mit Gebäuden und Landschaft in 3D sowie Ampeln und Stopschildern bieten.
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Zusätzlich zur Karten-Navigation können sich Nutzer Widgets einblenden lassen, etwa für Wetter, Kontakte oder den Garagentüröffner. Die Karten im Auto sollen eine verbesserte Ansicht mit Gebäuden und Landschaft in 3D sowie Ampeln und Stoppschildern bieten. Damit reagiert Google auch auf Apple, das in den vergangenen Jahren seine Karten-Navigation stark verbessert hatte.
Darüber hinaus soll die „Gemini Intelligence“ auch im Auto nützlich werden, um ohne Ablenkung vom Verkehr mehr erledigen zu können. Wenn etwa ein Freund nach einer Adresse fragt, kann die KI diese in Nachrichten, E-Mails oder dem Kalender suchen und bereitet dann eine Antwort vor, die der Nutzer nur noch senden muss. Essensbestellungen sollen ebenfalls per Sprachbefehl aufgebbar sein.
Mehr Funktionen mit „Google built-in“
Bei einigen Autos sind Google-Dienste auch ohne Anschluss eines Smartphones direkt im Fahrzeug integriert. Aktuell sind das einzelne Modelle von Polestar, Volvo, Renault, BYD, Mitsubishi oder Mazda und etliche US-Marken. In Autos mit „Google built-in“ kann die KI auch direkt auf den Wagen bezogene Fragen beantworten, etwa, ob ein Fernseher-Karton in den Kofferraum passt. Die Navigation soll in solchen Fahrzeugen zudem präziser sein, da die Software durch den Zugriff auf die Kameras die aktuelle Fahrspur erkennt und entsprechende Anweisungen geben kann. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.