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Halbjahresbilanz von EurowingsDie Kanaren sind das große Zugpferd

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Eurowings

Als neue Basis nutzt Eurowings jetzt Berlin.

Düsseldorf/Köln – „In den Sommermonaten hatten wir etwa drei Millionen Fluggäste. Das sind rund 80 Prozent mehr als in den Vergleichsmonaten 2020“, zeigte sich Jens Bischof, CEO der Eurowings, zufrieden. Überhaupt schaute Bischof bei der digitalen Pressekonferenz zur Halbjahresbilanz optimistisch in die kommenden Monate. „Der erhoffte Nachholbedarf-Effekt im Urlaubsreisegeschäft hat sich damit glücklicherweise bestätigt“, so der Eurowings-Geschäftsführer. Ohne zum jetzigen Zeitpunkt schon Zahlen nennen zu können, zeige die Corona-Impfkampagne somit Wirkung. Die Kunden hätten gelernt, mit der Pandemie umzugehen. Das werde auch in der hohen Dynamik der Buchungen für die fünf großen Kanaren-Inseln deutlich. „Die Kanaren werden immer mehr zum Mallorca des Winters“, so Bischof weiter.

Jens Bischof, CEO

Wichtiger werde auch die Sparte der so genannten „Heimatflüge“ für Menschen in Deutschland mit Migrationshintergrund, die in den Ferien ihre Angehörigen, Freunde und Bekannten besuchen. Auch hier ist in der Post-Lockdownzeit ein hoher Nachholbedarf feststellbar, so Jens Bischof.

Nachfrage nach Geschäftsreisen steigt spürbar an

Im Business-Bereich stieg die Nachfrage der Geschäftsreisenden bis zum Sommer um rund 70 Prozent zu den Vergleichsmonaten 2020. Dazu passe auch, dass zehn Business-Lounges an den Standorten – unter anderem Köln – wiedereröffnet wurden. Bischof sagte voraus, dass sich das Jahr 2021 deutlich positiv entwickle, es aber dennoch wirtschaftlich nach wie vor angespannt bleibe. Man sei noch ein gutes Stück von dem Niveau vor der Pandemie entfernt. „Wir haben notwendige schmerzhafte Einschnitte vorgenommen, um Kosten einzusparen – beispielsweise wurden Büroflächen sowie 30 Prozent der Mitarbeiter in der Administration des Unternehmens abgebaut“, erläuterte der Eurowings-Geschäftsführer. Damit sei man für die Zukunft nun sehr wettbewerbsfähig. Das Ziel sei von aktuell 85 eingesetzten Flugzeugen bis zum Sommer 2022 auf über 100 zu steigern. Das wären 90 bis 95 Prozent im Vergleich zur Vorkrisenzeit. Dazu müsse man auch wieder neues Personal einstellen.

Bei der Flugpreisgestaltung wolle man die Preise grundsätzlich stabil halten, betonte Bischof. Die Möglichkeit der Umbuchungen bis 40 Minuten vor dem Start solle weiterlaufen, allerdings nicht für alle kostenlos. Bewährt habe sich auch das Digitalangebot der Airline „Eurowings digital“ – für die Kunden und das Unternehmen. (dhi)