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Immobilien und Köln und RegionWer günstig kaufen will, muss bis ins Oberbergische

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Köln – Der deutsche Immobilienmarkt trotzt der schweren Rezession im vergangenen, von der Corona-Pandemie geprägten Jahr. Die Preise für Grundstücke und Gebäude stiegen im Krisenjahr 2020 mit durchschnittlich 9,6 Prozent sogar noch stärker an als im Jahr davor (2019: 9,3 Prozent). In über 94 Prozent aller Landkreise und kreisfreien Städte haben sich die Wohnimmobilien verteuert. Dies veröffentlichte die Postbank in ihrem aktuellen Wohnatlas 2021.

Danach ist auch im kommenden Jahr auf dem Immobilienmarkt keine Entspannung in Sicht. „Einen Schub erhielten die Quadratmeterpreise insbesondere durch die günstigen Finanzierungskonditionen.“ Abhängig von der finanziellen Ausgangslage und Dauer der Sollzinsbindung können Käufer und private Bauherrn derzeit schon ab rund einem Prozent Jahreszins ein Immobiliendarlehen erhalten, heißt in dem Bericht. Dieses Niedrigzinsniveau schaffe für die Menschen Anreize, in eine Immobilie zu investieren. Zudem steige die Bedeutung von Immobilien für eine möglichst gesicherte Altersvorsorge.

Folgerichtig gehen auch im Rheinland die Preise für Immobilien teils kräftig nach oben. Die Millionenstadt Köln schneidet dabei im Vergleich zur Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer Preissteigerung pro Quadratmeter von 6,91 Prozent zu 9,44 Prozent noch relativ moderat ab (siehe Grafik).

Auffällig für den Raum Köln aber ist, dass das Preisgefälle im so genannten „Speckgürtel“ mit maximal rund 190 Euro im Vergleich zu anderen Metropolregionen wie Hamburg oder Berlin deutlich niedriger ausfällt. Die Teuerungsraten für das Jahr 2020 liegen dagegen – mit Ausnahme des Rhein-Erft-Kreises (6,8 Prozent) – mit zwischen rund 9,5 und 15.5 Prozent weit über der Teuerungsrate in der Domstadt. Das bedeutet nicht erst seit 2020, dass das Umland preislich aufholt.

Standort-Vorteile in Düsseldorf und Bonn

Wer zu deutlich günstigeren Preisen eine Immobilien erwerben oder bauen möchte, muss daher weiter ins Umland raus, zum Beispiel in den Kreis Düren oder den Oberbergischen Kreis, wo die durchschnittlichen Quadratmeterpreise zwischen rund 1800 und 1900 Euro liegen.

Im nördlichen Düsseldorf und südlichen Bonn sind hingegen die Entfernungen von den städtischen Zentren in günstigere umliegende Regionen deutlich geringer und damit attraktiver für Berufspendler oder Leute, die gerne in kleinstädtischen oder ländlicheren Gegenden leben, aber auf die Großstadt im Alltag nicht verzichten wollen.

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Das Rheinland gehört zwar preislich zu den „Top 7“ der deutschen Metropolen, spielt aber nicht in der obersten Kategorie mit. Nach wie vor mit großem Abstand liegt München an der Spitze mit rund 8.610 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt (6050 Euro) und Hamburg (5570 Euro). Nach Berlin (4970 Euro) und Stuttgart (4840 Euro) platzieren sich die Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln ganz ans Ende.

Es gibt aber auch Regionen im Bundesgebiet, wo der beschriebene Trend nicht gilt: Im Landkreis Greiz (Thüringen) gingen die Immobilienpreise 2020 durchschnittlich um 26 Prozent zurück.