Die Kölner CDU-Politikerin Ursula Heinen-Esser (60) ist neue Präsidentin des Bundesverbandes erneuerbare Energien.
Kölnerin führt Verband für Erneuerbare EnergienEinsatz für Klimaneutralität

Ursula Heinen-Esser.
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Sie wurde zur Nachfolgerin von Simone Peter gewählt, die früher Umweltministerin im Saarland war und nach sieben Jahre nicht erneut für das Präsidentenamt kandidiert hatte. Heinen-Esser war zuvor unter anderem Bundestagsabgeordnete und Umweltministerin in Nordrhein-Westfalen.
„Das Thema Energiepolitik beschäftigt mich beruflich schon sehr lange“, erklärte Ursula Heinen-Esser gegenüber der Rundschau: „Etwa als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium - in einer Zeit als der Ausstieg aus der Kernenergie und der weitere Aufwuchs der Erneuerbaren Energien verhandelt wurde - oder ganz aktuell als Beraterin von Klima- und Nachhaltigkeitsstiftungen.“ Der Verband sei deswegen und natürlich auch aufgrund ihrer politischen Vernetzung in Berlin auf sie zugekommen, das Amt zu übernehmen.
Einsatz für intelligente Speicher
In ihrer neuen Funktion in der Lobby-Vereinigung will sich Heinen-Esser unter anderem bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des im Bundestagswahlkampf sehr emotionalisiert diskutierten Gebäudeenergiegesetz (GEG), das landläufig als „Heizungsgesetz“ bezeichnet wird, engagieren. Vor allem beim EEG gehe es darum, den Aufwuchs der Erneuerbaren weiter zu unterstützen, intelligente Speicher zu fördern und Digitalisierung voranzutreiben. Bis 2030 solle 80 Prozent des erzeugten Stroms aus den Erneuerbaren kommen. „Nicht nur das ist ein ehrgeiziges Ziel, auch in den Sektoren Wärme und Verkehr stehen noch deutliche Zuwächse an“, so Heinen-Esser.
Der Bundesverband Erneuerbare Energien mit Sitz in Berlin ist ein Dachverband von Fachverbänden und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereinen. In seiner inhaltlichen Arbeit beschäftigt er sich vor allem mit Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen sowie den Energieverbrauch.
Mittelfristig 100 Prozent Erneuerbare
Sein erklärtes Ziel ist es, in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität mittelfristig zu 100 Prozent erneuerbare Energien aus Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft und Geothermie verwendet werden.
Laut Transparenzregister des Deutschen Bundestages gehören dem Bundesverband aktuell 59 Organisationen an. Mit dabei sind unter anderem der Bundesverband mittelständische Wirtschaft, das Bündnis Bürgerenergie, die Klima-Allianz, Eurosolar und der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.
