Mercedes-Benz will die G-Klasse zur Drohnenabwehr umbauen. Dafür geht der Konzern eine Partnerschaft mit einem Start-up ein.
Mercedes im RüstungsgeschäftAutobauer will mit Start-up Drohnenabwehr entwickeln

Mercedes möchte mit einem Drohnen-Start-up zusammenarbeiten. (Symbolbild)
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Mercedes-Benz beabsichtigt, seine Fahrzeuge für den Einsatz gegen Drohnen anzupassen. Eine neue Partnerschaft mit einem Jungunternehmen macht dies möglich.
Eine Kooperation wird vom Fahrzeughersteller Mercedes-Benz und dem Drohnen-Jungunternehmen Tytan Technologies angestrebt. Am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin wurde ein entsprechendes Memorandum unterzeichnet, wie die beiden Firmen bekannt gaben. Kernpunkt der Zusammenarbeit ist ein System zur Drohnenabwehr, wofür die Basisfahrzeuge von Mercedes-Benz geliefert werden sollen.
Im Detail geht es um ein Abwehrsystem namens „Drone Defender“. Eine umgebaute G-Klasse soll als Träger für die fahrzeuggebundene Vorrichtung fungieren. Ergänzend dazu ist ein modifizierter Sprinter-Transporter als mobile Basis für einen Drohnenträger geplant. Das Chassis der G-Klasse wird von der Bundeswehr schon für das Radfahrzeug „Wolf“ verwendet.
Konzernchef Källenius zeigt sich aufgeschlossen für Rüstungssparte
Die beabsichtigte Partnerschaft passt zur neuen strategischen Orientierung des Unternehmens. Der Vorstandsvorsitzende von Mercedes-Benz, Ola Källenius, äußerte sich kürzlich aufgeschlossen bezüglich einer Erweiterung der Rüstungsaktivitäten des Fahrzeugherstellers. Laut dem „Wall Street Journal“ betonte Källenius, dies müsse jedoch „wirtschaftlich sinnvoll“ sein. „Die Welt ist unberechenbarer geworden, und ich denke, es ist absolut klar, dass Europa sein Verteidigungsprofil stärken muss“, erklärte der CEO. Er fügte hinzu: „Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit.“
Obwohl die Fertigung der Automobile nicht im Kölner Raum erfolgt, besitzt diese Entwicklung für Nordrhein-Westfalen Bedeutung. Als ein bedeutender regionaler Akteur und möglicher Kunde für derartige Systeme gilt die Bundeswehr, die schon Fahrzeuge von Mercedes einsetzt. Über den Ankauf neuer Technologien entscheidet unter anderem das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit Sitz im nahegelegenen Koblenz.
Zu einem eventuellen Zeitplan für die Realisierung der Kooperation oder zur Investitionshöhe äußerte sich eine Sprecherin auf Anfrage nicht. (dpa/red)
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