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Bayer-TochterLos Angeles verklagt Monsanto wegen PCB

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Monsanto Symbol

Symbolbild

Los Angeles – Los Angeles. Dem Bayer-Konzern steht neuer rechtlicher Ärger wegen der US-Tochter Monsanto ins Haus. Gegen den Saatgut- und Pflanzenschutzmittelhersteller, den Bayer vergangenes Jahr für rund 57 Milliarden Euro gekauft hatte, laufen bereits zahlreiche US-Klagen. Meist geht es um dabei um mögliche Krebsgefahren von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat. In drei Prozessen wurde Monsanto zur Zahlung von insgesamt rund zwei Milliarden Euro verurteilt – die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Nun reichte der Landkreis Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Bundesbezirksgericht Klage wegen angeblich vor Jahrzehnten schon verursachter Umweltschäden ein. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von Dutzenden mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen, fordern die Kläger.

Bayer teilte auf Nachfrage mit, die Klage noch zu prüfen. Der Konzern gehe aber davon aus, dass die Vorwürfe haltlos seien und kündigte an, dass er sich energisch verteidigen werde. Monsanto habe die PCB-Produktion vor mehr als 40 Jahren freiwillig gestoppt. Davor sei es an diverse Abnehmer aus der Industrie und dem Verarbeitenden Gewerbe verkauft worden, die es für verschiedene Zwecke verwendet hätten. Unter den damaligen Kunden sei auch die US-Regierung gewesen.

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Die Kläger werfen Monsanto vor, jahrzehntelang verheerende Folgen der toxischen Schadstoffe für Natur und Lebewesen verschwiegen zu haben. Das Unternehmen sei von 1935 bis 1977 der einzige Hersteller von Polychlorierten Biphenylen (PCB) in den USA gewesen. 1979 wurde die Chemikalie dort verboten.

Am Freitag fiel die Bayer-Aktie auf den tiefsten Stand seit 2012. Die Papiere des deutschen Pharma- und Agrochemiekonzerns verloren zwischenzeitlich mehr als drei Prozent und fielen auf weniger als 53 Euro. (dpa)