Netcologne hat den Glasfaserausbau vorangetrieben und ist damit in vielen Kölner Stadtteilen aktiv.
NetcologneJeder zweite Kunde hat schon Glasfaser

Die Geschäftsführer von Netcologne, Timo von Lepel (l.) und Claus van der Velden
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Der Kölner Telekommunikationsanbieter Netcologne ist in einem schwierigen Marktumfeld weiter gewachsen. Der Umsatz legte um 4,8 Millionen Euro auf 347,2 Millionen Euro leicht zu. Im Vorjahr lag er bei 342,4 Millionen Euro, das ist ein Plus von 1,4 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte im Geschäftsjahr 2025 auf 33,1 Millionen Euro (2024: 31,2 Millionen Euro; 6,1 Prozent) gesteigert werden, wie Netcologne-Finanzchef Claus van der Velden jetzt im Gespräch mit dieser Redaktion mitteilte. „Die Netcologne Gruppe hat 2025 so viel investiert wie nie zuvor: Mehr als 90 Millionen Euro flossen in den Glasfaserausbau und Hausanschlüsse“, sagte van der Velden. Im Vorjahr waren es noch 74,9 Millionen Euro.
Der Telekommunikationsmarkt sei aktuell von intensivem Wettbewerb, steigendem Preisdruck und hohen Investitionsanforderungen geprägt, so der Manager. Die Netcologne-Gruppe besteht aus dem Heimatmarkt Netcologne, Netcologne IT Services, sowie den Töchtern Netaachen und Netdüsseldorf. Beherrscht wird der Markt von den beiden Branchenriesen Deutsche Telekom aus Bonn und Vodafone aus Düsseldorf.
Im Berichtsjahr 2025 hat das Unternehmen laut dem kaufmännischen Geschäftsführer van der Velden so viel in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investiert, wie nie zuvor: „Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 91 Millionen Euro haben wir einen neuen Rekord erreicht und positionieren uns weiter als führender Glasfaseranbieter in der Region“, so van der Velden.
„Köln hat eines der dichtesten Glasfasernetze im Land“
Netcologne steigerte die Zahl der an das Glasfasernetz angeschlossenen Haushalte und Geschäftseinheiten im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben um rund 45.000 auf insgesamt 750.000. Das eigene Glasfasernetz wurde um knapp 1000 Kilometer auf etwa 33.000 Kilometer verlängert. „Die Verlängerung entspricht der Entfernung von Köln bis Rom“, so der Finanzchef. In Köln sind laut van der Velden mehr als 50 Prozent der Kunden heute mit Glasfaser versorgt.

Glasfaserausbau bei Netcologne
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„Köln hat eines der dichtesten Glasfasernetze im Land – es ist aber noch nicht in jedem Wohnzimmer. Das möchten wir ändern“, sagt Timo von Lepel, Geschäftsführer der Netcologne. Glasfaser dürfe kein Luxus sein. „Darum haben wir unsere Glasfaser-Tarife so günstig wie kupferbasierte DSL- und Kabel- Anschlüsse gemacht. So motivieren wir die Menschen in Köln und der Region, das bereits verfügbare Glasfasernetz auch aktiv zu nutzen – mit Erfolg“, so der Netcologne-Chef weiter.
Der Netzausbau von Netcologne soll weitergehen – auch vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung forcierten Kupfer-Glas-Migration in Deutschland. Dabei stünden Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnung (FTTH = Fibre to the Home) im Fokus. Bis 2030 plant Netcologne rund 200.000 Wohn- und Geschäftseinheiten neu zu erschließen.
Netzausbau in Kölner Stadtteilen
„Der konsequente Ausbau bis in die Gebäude hinein ist dabei ein entscheidender Schritt: Er macht Glasfaser direkt erlebbar und sichert für Netcologne langfristig Wertschöpfung und Wachstum“, so van der Velden.
Zu den aktuellen Ausbau-Veedeln in Köln gehören unter anderem Rodenkirchen, Neuehrenfeld, Sürth, Altstadt-Nord, Bickendorf, Zollstock und Stammheim. Für den Ausbau im Umland setzt Netcologne neben dem Eigenausbau weiterhin auf Glasfaserkooperationen. Derzeit wird in Pulheim, Hürth, Dormagen, Kerpen, Weilerswist sowie Bonn das Netz der Zukunft weiter gebaut.
Ein weiteres zentrales Geschäftsfeld soll mit einem Angebot an Gewerbekunden geschaffen und gestärkt werden. „Die Nachfrage nach sicherer, regionaler Datenverarbeitung und -speicherung in Kombination mit IT-Security-Lösungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen – getrieben durch geopolitische Entwicklungen und eine Zunahme professioneller Cyberangriffe“, sagt Netcologne-Chef von Lepel.
Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und die digitale Wettbewerbsfähigkeit sowie den Wirtschaftsstandort Köln weiter zu stärken, habe das Unternehmen mit „Netcologne Business“ deshalb eine neue Geschäftskundenmarke geschaffen. Sie verbinde die Erfahrung aus 30 Jahren Telekommunikation mit Rechenzentrums-, IT- und Cybersecurity-Lösungen für Unternehmen. „Für uns ist das der Dreiklang der Zukunft: Glasfaser, Data Center und IT-Services.“
Netcologne wurde 1994 vom Rhein-Energie-Vorläufer GEW zusammen mit der damaligen Sparkasse Köln und der KVB gegründet. Heute gehört sie zu 100 Prozent den Stadtwerken Köln und der Stadt Köln selbst. Die Zahl der Beschäftigten wuchs im vergangenen Jahr um 40 auf 1300, davon 1150 allein am Standort Köln.
