Abo

Neue AuswertungZahl der Autos in Großstädten ist gestiegen – vor allem in Köln

2 min
Autos stehen auf der Autobahn im Stau. (Symbolbild)

Autos stehen auf der Autobahn im Stau. (Symbolbild)

Es gibt einen deutlichen Zuwachs an Privatautos in deutschen Großstädten. Der Spitzenreiter liegt in Nordrhein-Westfalen.

Die Zahl der zugelassenen Privatautos in den Großstädten hierzulande ist einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe zufolge in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Laut der am Freitag veröffentlichten Statistik wuchs der private Bestand von 2019 bis 2026 in 93 von 105 untersuchten Städten. Insgesamt kamen demnach rund 250.000 Autos hinzu.

Erfasst wurden alle deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern sowie die jeweils fünf größten Städte jedes Bundeslandes. Besonders stark sei der Zuwachs in Köln mit 13.139 zusätzlichen Privatautos ausgefallen, gefolgt von München (12.934), Duisburg (11.263) und Dortmund (10.232).

Verkehrswende gefordert: Öffentlichen Raum neu verteilen

Die relative Zunahme war laut den Ergebnissen in Oranienburg mit mehr als elf Prozent am größten, gefolgt von Hanau mit knapp zehn Prozent, Ingolstadt mit rund acht Prozent sowie Paderborn und Wolfsburg (beide 6,5 Prozent).

Die Deutsche Umwelthilfe forderte mit Blick auf die Zahlen erneut eine Neuverteilung des öffentlichen Verkehrsraums zugunsten von Rad-, Fuß- und öffentlichem Verkehr. Verkehrsflächen, die heute überwiegend vom Autoverkehr und von parkenden Pkw beansprucht würden, müssten schrittweise für klimafreundliche Mobilität und Stadtgrün zurückgewonnen werden.

Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch betonte: „Nach diesem Extremsommer ist klarer denn je: Wir brauchen weniger Asphalt und Blech und stattdessen mehr Bäume und entsiegelte, begrünte Flächen im ohnehin knappen öffentlichen Raum. Mit Autos vollgestopfte Städte sind nicht lebenswert.“ (kna/red)