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Neuer Tankrabatt kommtÖl-Branche verspricht Weitergabe der Steuersenkung

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Christian Küchen vom en2x- Wirtschaftsverband Fuels und Energie

Verbandsmanager Christian Küchen sagt: Die Steuersenkung werde beim Verbraucher ankommen. (Archivbild)

Die Mineralölindustrie beabsichtigt, die vorgesehene Abgabensenkung für Kraftstoffe an die Verbraucher durchzureichen. Eine Gewähr für den finalen Preis an der Zapfsäule besteht allerdings nicht.

Die Mineralölbranche hat vor, die von der schwarz-roten Koalition geplante Reduzierung der Steuern zur Abmilderung der gestiegenen Kraftstoffkosten an die Fahrzeugführer weiterzuleiten. Laut dpa äußerte Christian Küchen, der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie (en2x), im Deutschlandfunk, dass diese steuerliche Entlastung bei den Endkunden eintreffen werde.

„Was ich mit großer Sicherheit sagen kann, ist, dass die Steuerreduktion um circa 14 Cent plus Mehrwertsteuer, das ergibt dann die 17 Cent, weitergegeben wird“, führte der Manager des Verbandes aus. Es sei jedoch nicht prognostizierbar, welche Entwicklungen sich während dieses Zeitraums auf dem Weltmarkt ereignen.

Globale Marktpreise sind entscheidend für die Entwicklung

Es wäre denkbar, dass der Preis zum vorgesehenen Stichtag der Steuerabsenkung am 1. Mai um 14 oder sogar 20 Cent fällt, so Küchen. Er hob jedoch die äußerst unbeständige Situation auf den internationalen Märkten mit ihren stark fluktuierenden Preisen hervor. „Insofern kann ich keinen absoluten Reduktionsbetrag an der Zapfsäule garantieren, aber wie in der Vergangenheit auch: Die Steuersenkung wird weitergegeben.“ Unabhängig davon könne der Preis stärker nachgeben oder auch stagnieren – dies sei abhängig von der Preisentwicklung auf dem Weltmarkt, da der Produktpreis von vielen Faktoren beeinflusst werde.

Details zur geplanten Kraftstoff-Verbilligung

Um die Kraftstoffpreise zu dämpfen, sehen die Pläne der Regierungskoalition vor, die Abgaben auf Diesel und Benzin für einen begrenzten Zeitraum von zwei Monaten um jeweils circa 17 Cent brutto je Liter zu reduzieren. Die verminderten Steuersätze sollen nach den aktuellen Regierungsplänen vom 1. Mai bis zum 30. Juni dieses Jahres in Kraft sein. Eine vergleichbare, befristete Subvention, der „Tankrabatt“, existierte bereits 2022 nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Verband kontert Kritik an Rabatt von 2022

Die Kritik, der „Tankrabatt“ von 2022 sei nicht vollständig an die Kunden durchgereicht worden, bezeichnete Küchen als „nicht nachvollziehbar und nicht haltbare Behauptungen“. Er verwies darauf, dass das Bundeskartellamt zu anderen Schlussfolgerungen gelangt sei und von einer „weitgehenden Weitergabe“ gesprochen habe.

Laut Küchen existiert ein globaler Wettbewerbsmarkt. Auch während des „Tankrabatts“ 2022 habe es regionale Engpässe gegeben, welche die Marktentwicklung entsprechend von Angebot und Nachfrage beeinflusst hätten. Gegenwärtig seien 20 Prozent der weltweiten Produkte – ob Rohöl oder Fertigprodukte – nicht verfügbar. Dies sei teilweise darauf zurückzuführen, dass Lieferungen von Europa nach Asien erfolgen, wo höhere Preise gezahlt werden, da sich die Knappheit dort umgehend bemerkbar gemacht habe. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.