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Ohne Pilot über den WolkenAirbus entwickelt selbstfliegende Flugzeuge

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Airbus

Airbus entwickelt selbstfliegende Flugzeuge.

Lissabon – Während selbstfahrende Autos langsam praxistauglicher werden, plant der Flugzeugbauer Airbus schon den nächsten Entwicklungsschritt: selbstfliegende Flugzeuge. „Wir verfolgen die Vision des autonomen Fliegens“, sagt Grazia Vittadini, Technikchefin und Vorstandsmitglied des Unternehmens in Lissabon. Demnach könnten die Piloten in den kommenden Jahren schrittweise weitere Aufgaben an die Bordcomputer übertragen – bis irgendwann niemand mehr im Cockpit sitzt.

Die weitere Automatisierung des Fliegens sei fast unausweichlich, rechnet Vittadini vor: In den kommenden anderthalb Jahrzehnte benötige die Branche wegen ihres schnellen Wachstums rund eine halbe Million neuer Piloten, wenn sich nichts ändert. „Im ersten Schritt wollen wir daher erreichen, dass für den regulären Betrieb nur ein Pilot statt zweien ausreicht.“ Auch Start, Landung, Navigation und die Bodenstrecke auf dem Flughafen könne der Computer problemlos übernehmen. Der Pilot wäre dann eher zur Überwachung und für Entscheidungen in außergewöhnlichen Situationen an Bord.

Lufthansa ist durchaus aufgeschlossen

Später sei dann auch komplett selbstständiges Fliegen denkbar, sagt Vittadini. Hier müsse die Branche das Problem der Akzeptanz durch die Fluggäste überwinden. Sie rechnet damit, dass die Menschen sich schnell an die Neuerung gewöhnen Auch andere neue Techniken wie die Eisenbahn seien ganz zu Anfang auf Skepsis gestoßen, galten aber schon wenige Jahre später als völlig normal. Vittadini ist jedenfalls überzeugt, dass die autonomen Systeme die Flugzeuge einmal mindestens ebenso zuverlässig steuern wie heute Menschen.

Die Lufthansa ist für die Einführung von Flugzeugen ohne Piloten durchaus aufgeschlossen. „Die Frage ist nicht, ob das autonome Fliegen kommt, sondern wann das autonome Fliegen kommt“, sagt ein Sprecher. Doch es könne noch eine ganze Weile dauern, bis es im Praxisbetrieb so weit ist: „Es gibt derzeit einfach nichts, was das Können und die Fähigkeiten eines gut ausgebildeten Piloten ersetzen könnte.“ Technisch sei die Aufgabe jedoch lösbar. Auch die Lufthansa stellt jedoch die Frage: Nehmen Fluggäste die Vorstellung an, von einem Computer durch die Lüfte gesteuert zu werden? „Heute betriebene Drohnen liegen noch weit entfernt von dem Sicherheitsstandard heutiger Verkehrsflugzeuge“, sagt der Lufthansa-Sprecher. Das Unternehmen beobachte die Entwicklung jedoch sehr genau.