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Präsidenten-Premiere im AugustFrank-Walter Steinmeier eröffnet Gamescom-Kongress in Köln

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Frank-Walter Steinmeier

Der Bundespräsident sichtlich gut gelaunt bei einer Kunst-Veranstaltung in Berlin. (Archivbild)

Historische Premiere auf der Gamescom: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet erstmals die Kölner Spielemesse.

Die Gamescom in Köln verzeichnet eine historische Premiere: Zum ersten Mal wird die weltweit führende Fachmesse für Computerspiele von einem Staatsoberhaupt beehrt. Wie die Organisatoren – die Koelnmesse und der Branchenverband Game – bekannt gaben, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Zusage für die Eröffnung des Gamescom-Kongresses am 27. August erteilt.

Dem Programm zufolge wird Steinmeier die Auftaktrede des Kongresses halten und bei einer Podiumsdiskussion mitwirken, die den Stellenwert von Spielen in einer Demokratie thematisiert. Anschließend ist eine Besichtigungstour des Bundespräsidenten über das Ausstellungsgelände vorgesehen. „Wir freuen uns, gemeinsam mit Bundespräsident Steinmeier die Potenziale von Games in Bereichen wie der Vermittlung demokratischer Werte in den Blick zu nehmen“, sagte Game-Geschäftsführer Felix Falk. Der Besuch des Präsidenten betone die hohe gesellschaftspolitische Dimension von Computerspielen.

Politische Prominenz ist Stammgast auf der Messe

Alljährlich zieht die Messe für Computer- und Videospiele politische Prominenz an, die sich über die Lage des expandierenden Sektors erkundigt. Obwohl Gaming im Digitalzeitalter populär ist, nimmt Deutschland in diesem Milliardenmarkt bislang nur eine nachrangige Position ein. Dies soll sich ändern; mithilfe staatlicher Subventionen sollen mehr Entwicklungsfirmen und Publisher (Produzenten) dazu bewegt werden, sich in Deutschland niederzulassen oder ihre Geschäftstätigkeit auszubauen.

Hendrik Wüst auf der Gamescom

Ein wilder Ritt bei der Gamescom 2024: Hendrik Wüst auf einem «Drachen», genauer gesagt mit virtueller Brille auf einem schwankenden Gestell.

Die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (SPD) kam 2017 zur Gamescom und hielt eine befürwortende Rede über die Branche, woraufhin ein Förderprogramm des Bundes initiiert wurde. Der seinerzeit für die Gamingbranche zuständige Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) war in den Jahren 2023 und 2024 als Redner zugegen. Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist ein regelmäßiger Besucher. 2024 bestieg er bei seinem Messerundgang eine Hightech-Vorrichtung, auf der er mit einer VR-Brille einen simulierten Drachenflug erlebte – eine „Merged Reality“, die durch einen Ventilator und eine angebliche Drachenhaut verstärkt wurde.

Für dieses Jahr haben sich ebenfalls Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und die nun für Games zuständige Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) angekündigt. Steinmeier wird am 27. August erwartet, einen Tag nach ihnen. Im vergangenen Jahr strömten circa 357.000 Gäste zur Gamescom, viele davon als aufwendig kostümierte Cosplayer. Das waren 22.000 mehr als im Vorjahr. Der bisherige Höchstwert von 373.000 Besuchern wurde 2019 erreicht. (dpa/red)