Nach Ausfall von Boeing-MaschinenRyanair-Chef geht von steigenden Ticketpreisen im Sommer aus

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Chef der Fluggesellschaft Ryanair, Michael O'Leary, stützt seinen Kopf auf der Hand auf und macht einen nachdenklichen Gesichtsausdruck mit herabhängenden Mundwinkeln.

Chef der Fluggesellschaft Ryanair, Michael O'Leary gibt erste Einschätzungen zu teureren Flugtickets ab dem Sommer 2024.

Nach den Anstiegen der Flugticket-Preise im Sommer 2023, kündigt sich für dieses Jahr erneut eine Preiserhöhung an. Wie viel teurer wird es?

Der Chef der Fluggesellschaft Ryanair, Michael O'Leary, geht von erneut steigenden Ticketpreisen im Sommer aus. Als Grund nannte er Kapazitätsengpässe, weil sich die Auslieferung neuer Boeing-Maschinen verzögere. Die Preise würden im Sommer 2024 erneut höher ausfallen als im Sommer 2023, sagte O'Leary der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge in Dublin. Ryanairs durchschnittlichen Preise seien im Sommer 2023 um 17 Prozent gestiegen - davon gehe er nun aber nicht aus.

„Wir gehen in unseren Budgets von einem Anstieg der Flugpreise von fünf bis zehn Prozent aus, was mir vernünftig vorkommt“, sagte O'Leary demnach. Es könne auch mehr oder weniger sein. „Würden die Kapazitäten wachsen, würden die Preise meiner Meinung nach sinken“, wurde O'Leary in der Nacht zum Montag zitiert.

Fluggesellschaft Ryanair muss mit geringerem Passagierwachstum haushalten

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hatte im Herbst angekündigt, eine Reihe von Flügen im Winterflugplan zu streichen, weil sich die Auslieferung neuer Flugzeuge von Boeing verzögere. Boeing darf nach einem späteren Zwischenfall, bei dem ein Rumpfteil mitten im Flug herausgerissen war, die Produktion der 737-Max-Reihe auf Anordnung der US-Luftfahrtbehörde FAA vorerst auch nicht mehr ausweiten.

Ryanair hatte für den Sommer mit 57 neuen Maschinen von Boeing gerechnet. O'Leary geht davon aus, dass bis Ende März nur 40 bis 45 neue Maschinen geliefert sein könnten. Das Passagierwachstum werde daher geringer ausfallen als erwartet. In der Luftfahrtbranche müssen außerdem mehrere Airbus-Maschinen wegen Materialmängeln in die Wartung. (dpa)

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