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Sparkasse Köln BonnImmobilienfonds in Köln ist pleite

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Köln – 

Ein von der früheren Stadtsparkasse Köln initiierter geschlossener Immobilienfonds ist insolvent. Das Amtsgericht Köln hat den Rechtsanwalt Stephan Ries von Schultz & Braun zum vorläufigen Insolvenzberater der "IAK Vierte Immobilienfonds Köln GmbH Co. Kölner Gewerbeimmobilien KG" bestellt.

"Der Insolvenzantrag wurde wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt", so Ries. Die Finanzlage erlaube es aber, alle Miet- und Vertragsverhältnisse nach Maßgabe der insolvenzrechtlichen Bestimmungen ordnungsgemäß weiterzuführen. Handwerker oder Strom und Wasser würden bezahlt. "Ob etwas für die Anleger bleibt, ist zweifelhaft; genaueres wird noch geprüft", so Ries. Er führe Gespräche mit den Finanzgebern, Anlegervertretern und prüfe Sanierungs- und Verwertungsmöglichkeiten.

Die Stadtsparkasse Köln, und heutige Sparkasse Köln Bonn, die über eine Tochter persönlich haftende Gesellschafterin der IAK Vierte KG ist, hatte den Fonds 2002 aufgelegt. Er hatte ein Volumen von 36 Millionen Euro, so ein Sprecher des Instituts. Die Hälfte davon war Eigenkapital der fast 600 Fondszeichner, die mindestens 15 000 Euro anlegen mussten. Die andere Hälfte hatte die Sparkasse über ein Darlehen in Schweizer Franken finanziert.

Zum Fonds gehören ein Bürohaus in der Kölner Innenstadt und ein Büro- und Logistikzentrum auf einem Grundstück mit 35 000 Quadratmetern in Gremberghoven. Die Gebäude sind auf die Verteilung von Arzneimitteln ausgerichtet und wurden von einer Bayer-Tochter genutzt. Die hat den Betrieb eingestellt, zahlt aber noch bis zum Jahresende Miete.

Einen vergleichbaren Nachmieter zu finden, dürfte schwierig werden, so Ries. Das Lager habe niedrige Decken, geringen Deckentraglasten und wenige Lastenaufzügen. Problematisch ist auch der Fremdwährungskredit. Der Schweizer Franken hat Anfang 2015 massiv an Wert gewonnen. Entsprechend teurer ist die Bedienung des Kredits jetzt.

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