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Gegenwind für StihlHersteller spürt Flaute, setzt aber voll auf Akku-Geräte

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Stihl Bilanz-Pk

Stihl bekommt Konjunkturflaute zu spüren.

Die globale Konjunkturflaute trifft Stihl. Der Gerätehersteller will den Umsatz stabilisieren und plant keine weiteren Jobkürzungen.

Die globale Konjunkturabschwächung wirkt sich auf den Geräteproduzenten Stihl aus. Michael Traub, der Vorstandsvorsitzende, formulierte in Waiblingen nahe Stuttgart das Ziel, die Erlöse bis 2026 zu stabilisieren. Der Start in das laufende Jahr sei verhalten gewesen, und man nehme bei den Kunden eine erhebliche Kaufzurückhaltung wahr.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Einnahmen um 2,8 Prozent und erreichten 5,48 Milliarden Euro. Diese Summe kommt dem Rekordumsatz von 5,5 Milliarden Euro aus dem Jahr 2022, der während der Pandemie erzielt wurde, sehr nahe. Laut Traub war das Resultat für 2023 annehmbar. Das in Familienbesitz befindliche Unternehmen gibt aus Tradition keine detaillierten Gewinnzahlen bekannt. Die Zielsetzung für die Einnahmen des aktuellen Jahres stellt angesichts fortbestehender geopolitischer und handelspolitischer Risiken jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe dar.

Vorerst keine zusätzlichen Jobkürzungen

Das Unternehmen beabsichtigt gegenwärtig keine zusätzlichen Stellenkürzungen, obwohl es im Verlauf des Jahres 2023 in Deutschland bereits zu einer Reduzierung von Arbeitsplätzen kam. Am Hauptsitz in Deutschland waren zum Jahresende 2023 über 5.800 Personen beschäftigt, während es ein Jahr zuvor noch leicht über 6.000 Angestellte waren.

Das Stammwerk in Deutschland umfasst mehrere Standorte in der Stuttgarter Region sowie im Landkreis Konstanz und in Weinsheim, Rheinland-Pfalz. Die Personalreduzierung hierzulande wurde mit einer Aufstockung der Belegschaft in China begründet. Global zählte Stihl zum Ende des letzten Jahres 20.246 Mitarbeitende, was einem Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber Ende 2022 entspricht. Einer der Gründe für dieses Wachstum ist die Eröffnung einer neuen Produktionsstätte in Rumänien, die Ende 2023 ihren Betrieb aufnahm.

Trend zu batteriebetriebenen Geräten setzt sich fort

Die in Rumänien errichtete Fabrik ist der erste Standort, der sich ausschließlich auf die Fertigung von Akkupacks und batteriebetriebenen Geräten konzentriert. Gemäß den Ausführungen von Vorstandschef Michael Traub verfolgt das Unternehmen die Strategie, dass bis zum Jahr 2035 80 Prozent der von Stihl abgesetzten Produkte mit Akku ausgestattet sein sollen.

Die Popularität batteriebetriebener Geräte zeigt ein kontinuierliches Wachstum. Ihr Anteil am globalen Absatz von Stihl belief sich Ende 2023 auf 27 Prozent, verglichen mit 25 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.