Der Tankrabatt kommt bei Autofahrern an, aber nicht komplett. Eine Ifo-Studie zeigt, wer profitiert und fordert ein Ende.
Milliarden bleiben bei KonzernenIfo-Institut kritisiert Tankrabatt als nicht zielgenau

Der Tankrabatt gilt seit dem ersten Mai. (Symbolbild)
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Die Spritpreis-Subvention erreicht die Verbraucher größtenteils, aber nicht komplett. Eine Analyse offenbart, welche Gruppen besonders profitieren und weshalb Experten ein baldiges Ende fordern.
Laut einer Kalkulation des Ifo-Instituts wird der staatlich initiierte Tankrabatt von den Mineralölfirmen mehrheitlich an die Verbraucher durchgereicht. Dennoch verbleibt ein Betrag von etwa 1,6 Milliarden Euro aus den verwendeten Steuergeldern bei den Unternehmen, so eine Mitteilung des Münchner Instituts.
Die befristete Maßnahme ist seit dem 1. Mai in Kraft und ihre Gültigkeit ist bis Ende Juni vorgesehen. Mit der Reduzierung der Spritsteuer um fast 17 Cent je Liter reagierte die Regierungskoalition auf die erheblich erhöhten Kraftstoffpreise, die eine Folge des Iran-Kriegs waren.
Weitergabe der Steuersenkung in Zahlen
Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, führte dazu aus: „Während beim Diesel über den gesamten Mai hinweg durchschnittlich 12 Cent weitergegeben wurden, sind es beim Super E5 16 Cent und bei Super E10 15 Cent pro Liter“.
Die Analyse zeigt, dass insbesondere Personen, die viel fahren, sowie Halter von Fahrzeugen mit hohem Kraftstoffkonsum von der Subvention profitieren. Die pauschale Vergünstigung ist nach Ansicht des Ifo-Instituts deshalb ungeeignet, um gezielt einkommensschwachen Pendlern zu helfen, welche die Hilfe am nötigsten hätten.
Kritik von Ökonomen: Falsche Anreize und Forderung nach Stopp
Zusätzlich führen die gesunkenen Kraftstoffpreise laut dem Ifo-Institut dazu, dass für Autofahrer geringere Motivation zum Sparen von Sprit besteht, obwohl eine reale Verknappung existiert. Neumeier sprach die Empfehlung aus: „Die Bundesregierung sollte den Tankrabatt nicht über den Juni hinaus verlängern“.
Die Wirtschaftswissenschaftler plädieren stattdessen für passgenaue Instrumente. Eine Reform der Einkommensteuer wird von ihnen als Beispiel genannt, um Haushalte mit geringem Einkommen zu unterstützen. (dpa/red)
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