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Trotz Corona-KriseKonjunktur im Euroraum deutlich angestiegen

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Symbolbild Rezession

Sonnenuntergang im Hamburger Hafen. (Symbolbild)

London – Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im Dezember deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit stieg zum Vormonat um 4,5 Punkte auf 49,8 Zähler, wie Markit am Mittwoch in London mitteilte. Bankvolkswirte kommentierten die Verbesserung wegen der angespannten Corona-Lage jedoch vorsichtig.

Nicht nur die Gesamtstimmung besserte sich zum Jahresende. Sowohl in der Industrie als auch unter Dienstleistern war die Konjunkturlaune besser. Letzteres ist eine große Überraschung, weil die Dienstleister besonders unter den Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie leiden. VP-Bank-Chefökonom Thomas Gitzel erklärte die Entwicklung unter anderem mit der verbesserten Corona-Lage in Frankreich.

Hohe Risiken in der nahen Zukunft

Markit wertete die Resultate grundsätzlich positiv, wies aber auf hohe Risiken in der nahen Zukunft hin. Die Wirtschaft der Eurozone steuere zwar auf eine Stabilisierung zu, der kurzfristige Ausblick sei aber sehr herausfordernd, erklärte Markit. In zahlreichen europäischen Ländern, so auch Deutschland, sind die Corona-Gegenmaßnahmen zuletzt deutlich verschärft worden.

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Ökonomen erwarten, dass die neuen Beschränkungen deutlich auf der wirtschaftlichen Entwicklung lasten werden, wenn auch weniger drastisch als während der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Damals war die Konjunktur in vielen Ländern der Welt in historischem Ausmaß eingebrochen. Volkswirten der Commerzbank zufolge zeichnet sich im Euroraum für das vierte Quartal ein Rückgang der Wirtschaftsleistung gegenüber dem dritten Vierteljahr um mehr als zwei Prozent ab. Die Eurozone komme um eine Rezession im Winterhalbjahr wohl nicht herum. (dpa)