Eine neue Erhebung zeigt: Die Furcht vor wachsenden Ausgaben ist weit verbreitet. Überraschenderweise sind nicht die Geringverdiener am besorgtesten.
Sorgen trotz gutem LohnUmfrage zeigt: Mittelschicht fürchtet Kosten am meisten

Eine Mehrheit der Bevölkerung sieht laut einer Allianz-Umfrage Lebenshaltungs- und Gesundheitskosten als größtes finanzielles Risiko im Alter. (Symbolbild)
Copyright: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Die wachsende Belastung durch Lebenshaltungskosten stellt für die Menschen in Deutschland die primäre finanzielle Besorgnis dar. Dies geht aus einer Umfrage der Allianz hervor, wie die dpa meldet. 57 Prozent der insgesamt 1.000 Teilnehmenden äußerten diese Befürchtung. Die Allianz Lebensversicherung in Stuttgart hatte die Erhebung in Auftrag gegeben, welche vom Institut Ipsos im Februar und März dieses Jahres realisiert wurde.
Ein bemerkenswertes Ergebnis ist, dass Menschen mit mittlerem oder hohem Verdienst größere Ängste hegen als solche mit niedrigem Einkommen. Von den Geringverdienenden äußerten 52 Prozent ihre Besorgnis über die anziehenden Lebenshaltungskosten. Dieser Wert war bei Befragten mit einem mittleren Einkommen mit 58 Prozent merklich höher, während sich bei den Besserverdienenden die Zahl auf 56 Prozent belief.
Zuversicht trotz knapper Kassen
Eine deutliche Mehrheit von 70 Prozent blickt im Grunde optimistisch auf die Realisierung ihrer finanziellen Ziele in der Zukunft, so die Erhebung. Demgegenüber steht jedoch die Erkenntnis, dass eine nicht unerhebliche Minderheit über einen stark eingeschränkten finanziellen Spielraum verfügt. Ein Drittel der Teilnehmenden erklärte, momentan keine oder kaum Ersparnisse bilden zu können. Zudem hat ein Viertel nach eigener Aussage schon auf Reserven zurückgegriffen, die eigentlich für die Altersvorsorge bestimmt waren.
Lediglich ein geringer Teil von 19 Prozent ist der Meinung, schon ausreichend für den Lebensabend vorgesorgt zu haben. Ein Drittel gestand ein, nicht zu wissen, welche Summe für einen finanziell sorgenfreien Ruhestand erforderlich ist. Die Umfrageergebnisse zeigen überdies, dass sich Frauen durch alle Alters- und Einkommensklassen hinweg mehr Gedanken machen als Männer. (red)
Für die Mehrheit der Befragten (60 Prozent) stellen anziehende Preise die größte Gefahr für das Einkommen im Rentenalter dar. Dicht darauf folgen mit 57 Prozent Nennungen die Ausgaben für Gesundheit und Pflege. Vollkommen sorgenfrei hinsichtlich ihrer zukünftigen Alterseinkünfte zeigten sich laut der Studie lediglich fünf Prozent. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.