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Rekordumsatz, weniger GewinnWeleda investiert stark in die Marke und neue Produkte

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Weleda Naturkosmetik

Weleda: Umsatz 2025 gestiegen. (Archivbild)

Trotz Rekordumsatz bricht der Gewinn bei Weleda ein. Das Kosmetikgeschäft soll nun die schwächelnde Pharma-Sparte stützen.

Der Naturkosmetikproduzent Weleda beabsichtigt für das aktuelle Geschäftsjahr, seine Profitabilität zu erhöhen und ein Wachstum über dem Marktniveau zu erzielen. Dies folgt auf eine Periode beträchtlicher Investitionen, die den Gewinn geschmälert hatten, wie aus einer Veröffentlichung des Unternehmens mit Zentrale im schweizerischen Arlesheim und einer wichtigen Niederlassung in Schwäbisch Gmünd hervorgeht.

Laut eigenen Angaben verzeichnete Weleda im Jahr 2025 eine Umsatzsteigerung von 6,2 Prozent, was einem Höchststand von circa 485 Millionen Euro entspricht. „2025 war ein starkes Wachstumsjahr“, äußerte sich Weleda-Chefin Tina Müller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich bewirkten umfangreiche Ausgaben für die Erneuerung der Marke, die Erweiterung der Produktpalette und die Marketingkommunikation eine temporäre Beeinträchtigung der Ertragslage. So verringerte sich das operative Ergebnis (Ebit) von 23 Millionen Euro auf 9,5 Millionen Euro, und der Gewinn nach Steuern schrumpfte von 19 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro.

Strategische Ausgaben schmälern temporär das Ergebnis

Diese Ausgaben sind Bestandteil einer neuen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. „Wir bringen die Marke aus der Öko-Nische in die breite Bevölkerung und in jüngere Zielgruppen, um sicherzustellen, dass Weleda für möglichst viele Menschen relevant bleibt“, erläuterte Müller. Weiterhin führte sie an: „Wenn eine Marke nicht mit der Zeit geht, geht sie mit der Zeit.“

Als Wachstumsmotor erwies sich das Kosmetik-Segment, welches mit einem Erlös von circa 402 Millionen Euro (ein Zuwachs von 9 Prozent) über 80 Prozent des gesamten Umsatzes generierte. „Unsere Innovationsoffensive zahlt sich aus“, wird Müller in der Mitteilung zitiert. Im abgelaufenen Jahr habe der Konzern eine Rekordzahl an Produkten erfolgreich eingeführt.

Tina Müller

Weleda-Chefin Tina Müller: «Unsere Innovationsoffensive zahlt sich aus.» (Archivbild)

Demgegenüber verringerte sich der Erlös der Pharma-Sparte um über sechs Prozent auf circa 83 Millionen Euro. Als Ursachen dafür führte der Konzern den strukturellen Wandel im deutschen Apothekenmarkt sowie eine generell geringere Nachfrage bei homöopathischen und anthroposophischen Produkten an.

Schönheitspflege kompensiert schwächelndes Pharmageschäft

„Der Pharmabereich ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, konstatierte Müller gegenüber der dpa. Für das Unternehmen sei die Kosmetiksparte von zentraler Wichtigkeit. „Sie gleicht die Verluste aus, die wir im Pharmabereich machen. Deswegen ist es lebenswichtig, dass die Kosmetik gut aufgestellt ist und wächst“, hob Müller hervor. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.