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Hitzewelle und NiedrigwasserBadeverbot im Rhein – So viele Bußgeldbescheide hat Köln erlassen

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Warnhinweise am Rheinufer

Nach einer Häufung tödlicher Badeunfälle im Rhein haben seit August 2025 immer mehr Städte Badeverbote für den Fluss erlassen. (Archivfoto)

Einige Kommunen haben 2025 ein Rhein-Badeverbot erlassen, darunter auch Köln. Wie sieht die Situation bei Hitze und Niedrigwasser aus?

Die Hitzewelle hat am Rhein an einigen Stellen zu vermehrten Verstößen gegen das strikte Badeverbot geführt. Die Kommunen setzen bei ihren Kontrollen in vielen Fällen auf Ansprachen zu den Gefahren. Auch die Stadt Köln kontrolliert das Badeverbot in diesem Sommer verstärkt.

In etlichen Fällen sind auch Bußgelder eingeleitet worden, wie eine Umfrage der dpa ergeben hat. Der Großteil der Menschen halte sich aber ans Badeverbot, lauten die Erfahrungen. Vielerorts kontrolliert der kommunale Ordnungsdienst.

Was ist noch erlaubt?

Knöcheltief im Wasser ist erlaubt. Mehr nicht. Die Regelungen in mehr als zehn NRW-Kommunen sind ähnlich streng. Es drohen bei Verstößen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro. Seit dem vergangenen Sommer greifen beginnend mit Köln und Düsseldorf immer mehr Kommunen zum strikten Badeverbot im Rhein.

So sollen tödliche Badeunfälle in dem stark von Schiffen befahrenen Strom verhindert werden. Die Zahl der Badetoten war vor den Badeverboten deutlich gestiegen.

Einige Uneinsichtige in Köln

Köln hat 28 Bußgeldbescheide erlassen. Dabei gehe es um 60 bis 250 Euro plus Auslagen und Gebühren. Mitarbeiter des Ordnungsamtes klärten in vielen Gesprächen über die Gefahren auf, schilderte ein Sprecher.

Personen, die das Badeverbot missachteten, seien häufig eher uneinsichtig. Der Großteil halte sich aber an das Badeverbot. Die Hitze habe in jüngster Zeit dazu geführt, dass sich mehr Menschen am Ufer aufhalten und es mehr Verstöße gegen das Badeverbot gibt.

Etliche Bußgelder in Metropolen

Düsseldorf hat in diesem Jahr 110 Verfahren eingeleitet, die sich teilweise noch in der Anhörung befänden. Daher stünden die endgültigen Bußgeldhöhen noch nicht fest, sagte ein Sprecher. Zudem seien über 3.400 Präventionsgespräche geführt worden - etwa bei Ansammlungen am Ufer. Das Badeverbot bewähre sich gerade bei der Hitze. Im Vergleich zu früheren Jahren sehe man deutlich weniger Badende und erheblich weniger leichtsinnig Schwimmende im Rhein.

Baden endete im Gewahrsam

Ein Mann mit offenem Haftbefehl ist dem Ordnungsdienst in Düsseldorf bei einer Kontrolle des Badeverbotes vor wenigen Tagen ins Netz gegangen. Die Einsatzkräfte wurden auf ihn aufmerksam, weil er bis zur Hüfte im Wasser gewesen sei. Der Mann soll sich zunächst geweigert haben, aus dem Rhein zu kommen und seine Personalien anzugeben. Nach dem Eintreffen der Polizei habe er dann doch das Wasser verlassen. Er wurde in Gewahrsam genommen.

Auch Verstöße in anderen Städten

In Rheinberg sind 17 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden. Darunter sei ein Wiederholungsfall. Eine Sprecherin sagte: „Im Rahmen der Kontrollen wird wiederholt festgestellt, dass angesprochene Personen die Gefahren des Badens im Rhein unterschätzen und das Badeverbot teilweise mit Unverständnis aufnehmen.“ Im Juni und Juli seien Verstöße gehäuft aufgetreten.

Auch andere Kommunen greifen durch: In Leverkusen sind in diesem Jahr sechs Bußgeldverfahren eingeleitet worden. In Voerde sind gegen vier Personen Ordnungswidrigkeitsverfahren anhängig. „Es sind bisher viele Verwarnungen mit Ansprache über die Gefahren des Badens im Rhein im Zuge von Schwerpunktkontrollen ausgesprochen worden“, berichtete eine Sprecherin. In Wesel laufen derzeit zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren nach Verstößen.

Steiniges Ufer schreckt ab

In Neuss gab es mündliche Verwarnungen, weil die Betreffenden lediglich mit den Füßen im Rhein gestanden hätten. Das Niedrigwasser habe in Neuss eher zu weniger Menschen am Rhein geführt. Um an die Wasserkante zu gelangen, müsse man weit über steiniges Gelände, erklärte eine Sprecherin. In Dinslaken, Kleve und Krefeld haben die Ordnungsdienste keine Verstöße festgestellt.

Feuerwehrübung auf dem Rhein

Ein Feuerwehrmann springt bei einer Übung von einem Boot in den Rhein, um eine Puppe zu „retten“. (Archivbild)

Mehrere Badetote

Auch in diesem Jahr gab es schon einige Badetote in dem Fluss. Allein die Feuerwehr Düsseldorf wurde bis Ende Juli zu insgesamt 52 Einsätzen mit dem Stichwort „Person im Rhein“ alarmiert, wie der Stadtsprecher berichtet. Dabei konnten sechs Menschen lediglich tot geborgen werden. In Köln gab es bis Mitte Juli 41 Einsätze. Ein Todesfall war im Juli dabei. Die Feuerwehr Leverkusen hat eine Person in diesem Jahr tot aus dem Rhein geborgen und eine Person gerettet. (dpa)