Die DRK-Kita „Kastanienlaube“ besteht seit 30 Jahren, zudem wurde der rund 1000 Quadratmeter große „Prof. Dr. Wolfgang Schumacher-Generationengarten“ unterhalb der Einrichtung eingeweiht.
Kita feiert direkt mitIn Ripsdorf gibt es nun einen Generationengarten

Blick auf den neuen Generationengarten in Ripsdorf.
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In Ripsdorf wurde am Samstag gleich doppelt gefeiert: Die DRK-Kita „Kastanienlaube“ besteht seit 30 Jahren, zudem wurde der rund 1000 Quadratmeter große „Prof. Dr. Wolfgang Schumacher-Generationengarten“ unterhalb der Einrichtung eingeweiht.
In der Turnhalle unter dem Dach der Ripsdorfer DRK-Kita „Kastanienlaube“ war es ziemlich voll. „Leider Gottes habt ihr alle die Katze nicht genug gefüttert“, meinte Kita-Leiterin Marion Poensgen mit Blick auf den nächsten Starkregenschauer, der gerade über Ripsdorf niederging, und zitierte damit ein Eifeler Sprichwort.
Für die Feierstunde zum 30-jährigen Bestehen musste daher kurzfristig in die Turnhalle ausgewichen werden. Doch das tat der guten Stimmung unter den aktuell 36 Kindern in zwei Gruppen, ihren Eltern, Vertretern der Ripsdorfer Vereine und zahlreichen Ehrengästen keinen Abbruch.
Drei Leiterinnen in drei Jahrzehnten
Vor 30 Jahren wäre das so nicht möglich gewesen. Als Hannelore Peetz damals mit anderen den Mut hatte, in Ripsdorf eine neue Kita zu gründen, nachdem die Einrichtung in Dollendorf zu klein geworden war, „gab es noch keine Turnhalle – die hielt man damals für Kinder für unnötig“, so Peetz.
Sie war die erste von bislang drei Leiterinnen der Ripsdorfer Kita. Ihr folgte Rita Schmitz, bevor Marion Poensgen die Leitung übernahm. Die heutige Turnhalle unter dem Dach des Kita sei erst später von Ripsdorfer Vereinen gebaut worden, so Peetz. Auch die heutige Betreuung unter Dreijähriger gab es 1996 noch nicht.

Kinder der Ripsdorfer DRK-Kita „Kastanienlaube“ spielten zum Jubiläum den Sketch „Kuh Mathilde“.
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Die Kita „Kastanienlaube“ ist eine von 34 Einrichtungen in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes, weshalb auch Geschäftsführer Rolf Klöcker ein Grußwort sprach. Drei Leiterinnen in 30 Jahren seien ein deutliches Zeichen für Kontinuität in Ripsdorf, betonte er anerkennend mit Blick auf das Team um Marion Poensgen und die derzeit zehn Erzieherinnen.
Danach gehörte die Bühne den Kindern, die kleine Szenen aufführten: Die „Raupe Nimmersatt“ verwandelte sich in einen bunten Schmetterling, die „Kuh Mathilde“ sorgte mit kräftigem Muhen für Lacher im Publikum.
Nicht nur das Kita-Jubiläum war Anlass der Feier. Im Anschluss wurde auch der neue Generationengarten gewürdigt. Das rund 1000 Quadratmeter große, terrassierte Hanggrundstück wurde für etwa 300.000 Euro – gefördert zu 80 Prozent über das Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ – von Garten- und Landschaftsbauer Christian Daum auf Grundlage einer Bachelorarbeit von Marina Knoll angelegt. Ein ähnliches Konzept verfolgt bereits der Generationenpark in Schmidtheim.
Entstanden sei ein neuer „Platz zum Feiern, Spielen, Toben und Lernen“
Umgesetzt wurden in Ripsdorf auch zahlreiche Ideen aus der Dorfbevölkerung. Entstanden sei ein neuer „Platz zum Feiern, Spielen, Toben und Lernen“, freute sich Ortsvorsteher Rudi Huth: „Es ist der größte Sandkasten und das lebendigste Klassenzimmer des Ortes.“
Die Idee dazu hatte vor einigen Jahren Mathias Schoenen aus Ripsdorf, stellvertretender Vorsitzender der Eifelverein-Ortsgruppe und langjähriges Ratsmitglied, der sich vielfach um sein Heimatdorf verdient gemacht hat. Landrat Markus Ramers verlieh ihm dafür die Urkunde als „Gesicht des Ehrenamtes im Kreis Euskirchen“.

Freude bei den Ripsdorfern und ihren Ehrengästen: Der „Professor Dr. Wolfgang Schumacher-Generationengarten“ ist eingeweiht.
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Der Geehrte zeigte sich entsprechend bewegt. Mit seiner Idee eines Generationenparks, die er bis zum einstimmigen Ratsbeschluss vorantrieb, sei Schoenen in gewisser Weise ein geistiger Verwandter des Namensgebers der Anlage, hieß es.
Der Generationengarten ist dem 2023 verstorbenen Geobotaniker und „Eifelpapst“ Prof. Dr. Wolfgang Schumacher gewidmet. Neben einem Gedenkstein bei Blankenheimerdorf ist dies bereits die zweite Ehrung für ihn, die im Beisein seiner Ehefrau Rita Schumacher erfolgte. Eine Informationstafel würdigt sein Wirken am Rand des Parks.
„Man musste ihn einfach mögen“
Schumacher sei jemand gewesen, der „Brücken gebaut statt Gräben gezogen“ habe, sagte Blankenheims Bürgermeisterin Jennifer Meuren. Er habe die Region weit über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht.
Harry Kurt Voigtsberger, Ehrenvorsitzender der NRW-Stiftung, erinnerte in seinem Grußwort an viele persönliche Begegnungen: Schumacher sei eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen – zielstrebig, hartnäckig und zugleich charmant. „Man musste ihn einfach mögen“, so Voigtsberger. Bei Exkursionen habe er den Eindruck vermittelt, die Eifel sei ein unerschöpflicher Naturraum voller Besonderheiten.
Auch Landrat Markus Ramers würdigte das Wirken Schumachers und hob hervor, dass dessen Ansatz des Vertragsnaturschutzes bis heute von vielen Landwirten umgesetzt werde.
Im Anschluss segnete Pfarrer Andreas Züll den Generationengarten ein. Eine Regenpause ermöglichte den anschließenden Rundgang der Gäste – unter anderem zu den Hochbeeten und dem Wasserspielplatz. Während die Erwachsenen die Anlage besichtigten, hatten die Kinder längst ihren Lieblingsbereich entdeckt: Wasser und Sand. Damit die Anlage dauerhaft gepflegt werden kann, sucht die Gemeinde nun Ehrenamtliche zur Unterstützung.
