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An zwei Tagen alkoholfreiRegelmäßiger Alkoholkonsum kann schnell zur Sucht werden

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Der Richtwert für den sogenannten risikoarmen Alkoholkonsum liegt bei zwölf Gramm Rein-Alkohol pro Tag für gesunde erwachsene Frauen und bei 24 Gramm für Männer.

Brigitte Hennings und Thomas Weßling, Sucht-Experten bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sprachen mit Lesern am Telefon zum Thema Alkoholkonsum.

Seit Jahren trinken mein Mann und ich nach der Arbeit ab und zu ein Gläschen Wein. Gibt es einen Richtwert, wie viel man pro Woche trinken kann, ohne seiner Gesundheit zu schaden?

Für Menschen, die auf ihre Gesundheit achten möchten, haben Experten den sogenannten risikoarmen Alkoholkonsum definiert. Er liegt bei zwölf Gramm Rein-Alkohol pro Tag für gesunde erwachsene Frauen und bei 24 Gramm für Männer. 24 Gramm entsprechen etwa zwei kleinen Gläsern Bier oder einem Viertel Wein oder einem doppelten Schnaps. Mindestens zwei Tage in der Woche sollten alkoholfrei sein, um eine Gewöhnung an Alkohol und damit eine Suchtentwicklung zu vermeiden.

Mir tut Rotwein am Abend gut. Es fing mit einem Glas an, inzwischen sind es zwei, drei Gläser. Ich weiß eigentlich, dass das zu viel ist und nehme mir immer wieder vor, weniger zu trinken, schaffe es aber nicht.

Sie haben bereits viel erreicht – nämlich die Erkenntnis, dass Sie zu viel trinken. Wenn Sie die Reduktion allein nicht schaffen, können Sie Hilfe in Anspruch nehmen. Dann wird es leichter. Vereinbaren Sie dafür einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder bei einer Suchtberatungsstelle. Genau wie Ärzte haben diese Beratungsstellen eine Schweigepflicht. Die Beratung ist kostenlos. Ich rate Ihnen, sich innerhalb der nächsten zwölf Stunden einen Termin zu holen. Wartet man zu lange, löst sich die schöne Motivation oft wieder in Luft auf. Entgegen der landläufigen Meinung beraten die Suchtberatungsstellen nicht nur Alkoholabhängige, sondern auch Menschen, die ihren Konsum reduzieren möchten. Kontaktmöglichkeiten finden Sie im Internet unter dem Punkt Service/Beratungsstellen/Suchtprobleme auf:

www.bzga.de

Wenn mein Mann nach Hause kommt, gießt er sich gleich einen Whisky ein. Im Laufe des Abends werden es vier, fünf. Auf meine Vorwürfe reagiert überhaupt nicht. Was kann ich noch tun?

Vorwürfe bringen selten einen Erfolg. Sagen Sie ihm ganz sachlich, was Sie sehen und wie Sie die Abende mit ihm erleben. Bleiben Sie dabei in der Ich-Form. Schauen Sie, wie er reagiert. Sie können ihn nur dort abholen, wo er steht. Belastet Sie das Problem zu sehr, dann scheuen Sie sich nicht, selbst Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viele Suchtberatungsstellen unterstützen auch die Angehörigen von Suchtkranken. Adressen für spezielle Angehörigenberatung findet man auch unter:

www.dajeb.de

Wir werden bald Urgroßeltern. Kürzlich hat uns unsere schwangere Enkeltochter besucht. Mein Mann bot ihr ein kleines Glas Sekt an. Sie lehnte empört ab. Ist ein kleines Glas wirklich gefährlich?

Alkohol kann auch in kleinen Mengen die geistige und körperliche Entwicklung des Embryos in allen Phasen der Schwangerschaft behindern. Nach wie vor werden in Deutschland Babys mit sogenannten fetalen Alkoholspektrum-Störungen geboren, weil werdende Mütter Alkohol getrunken haben. Im schlimmsten Fall sind betroffene Kinder ihr ganzes Leben lang auf Hilfe angewiesen. Leider wird Alkoholkonsum in der Schwangerschaft noch immer verharmlost. Seien Sie froh, dass Ihre Enkeltochter so verantwortungsbewusst handelt.

Unser Sohn (16) kommt auch unter der Woche oft angetrunken nach Hause. Wenn ich ihn jedoch darauf anspreche, knallt er die Türen. Was soll ich tun?

Versuchen Sie auf jeden Fall, den Kontakt zu halten. Schildern Sie in einem ruhigen Moment sachlich Ihre Beobachtungen und Ihre Sorgen. Beziehen Sie sich auf ganz konkrete Ereignisse. Vielleicht können Sie ein paar Alkohol-Konsumregeln in Bezug auf Häufigkeit, und Menge vereinbaren. Diese sollten auch für Sie persönlich gelten. Als Experiment könnten Sie eine gemeinsame Abstinenzzeit vorschlagen und zwischendurch über die Auswirkungen miteinander sprechen. Weitere Hinweise finden Sie im Internet. (feo)

kenn-dein-limit.de/alkohol/informationen-fuer-eltern/