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Rheinische TafelLeckereien von diesseits und jenseits der Alpen

Lesezeit 2 Minuten
Ioannnis Karagiannis hat zuvor diverse Clubs und Diskotheken in Köln betrieben.

Ioannnis Karagiannis schlägt mit der Sünner Stube ein neues Kapitel seines beruflichen Werdegangs auf.

In der Sünner Stube werden alpenländische Spezialitäten aufgetischt, mit einem mediterranen Touch.

Der Name führt ein wenig in die Irre. Obgleich die Brauerei die Getränkevielfalt verantwortet, sorgt die Küche der Sünner Stube (suenner-stube.de) dafür, dass sich das Lokal kulinarisch von einem gewöhnlichen Brauhaus abhebt.

Ioannis Karagiannis hat die ehemalige Kneipe auf dem Lindenthalgürtel im Oktober 2020 übernommen. Ein ungünstiger Zeitpunkt inmitten der Pandemie könnte man meinen, doch die erzwungene Auszeit nutzte er, um die frühere Kneipe („Gürtelschänke“) zu sanieren, in ein gemütliches, mit vielen Details geschmücktes Restaurant umzurüsten und die Abläufe zu optimieren.

Krosser Oktopus „Salsa Verde“

In der Küche schwingt Kevin Christ das Zepter und befriedigt mit Speisen süddeutscher und österreichischer Herkunft gewürzt mit einem mediterranen Touch auch anspruchsvolle Gaumen. Die Speisekarte wechselt mit den Jahreszeiten, wobei sich vor allem alpenländische Klassiker wie Rindertatar mit geschmorter Pastinake und Petersilie (14 Euro) oder das Wiener Schnitzel vom Kalb mit Bratkartoffeln, Coleslaw und Preiselbeeren (24,50 Euro) etabliert haben.

Gleiches gilt für das österreichische Dessert par excellence, den Kaiserschmarrn, der mit Vanille-Eis und Kürbiskernöl (10,50 Euro) serviert wird. Ein lukullisches Highlight von jenseits der Alpen ist der krosse Oktopus „Salsa Verde“ (22 Euro) mit gemischtem Salat.

Reichlich Erfahrung als Clubbetreiber

Flankiert von frisch gezapftem Sünner Kölsch schöpft die Stube aus dem großen Reservoir an Getränken, das die Brauerei Sünner in ihrem Portfolio aufzubieten hat. Dazu zählen zahlreiche Flaschenbiere, drei verschiedene Sorten Gin und Liköre. Hervorzuheben ist Limoncello, der auch als Basis für Cocktails und Aperitifs dient. Karagiannis verfügt zwar über reichlich gastronomische Erfahrung, doch mit der Sünner Stube hat er eine neue Ära seiner beruflichen Laufbahn eingeschlagen.

Während der ersten zwei Jahrzehnte seiner gastronomischen Vita betrieb der heute 50-jährige verschiedene Clubs und Diskotheken in der Domstadt. Seine aktuelle Aufgabe passe nun besser zu ihm, meint Karagiannis. Immerhin zähle er mittlerweile zu den reiferen Jahrgängen.

Sünner Stube, Lindenthalgürtel 72, 50935 Köln-Lindenthal, (0221) 67810817, mittwochs bis montags 17 bis 23 Uhr.

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