Köln – Die Ausstattung für den Nachwuchs darf offenbar etwas mehr kosten. In den ersten drei Lebensjahren gaben Eltern im vergangenen Jahr mit 1122 Euro fünf Prozent mehr für Baby und Kinderausstattung aus als 2014. Die Eltern sind im Schnitt etwas älter, wenn das erste Kind kommt. Sie sind im Beruf etabliert und haben mehr Geld. Außerdem sitzt auch bei Großeltern und Onkel und Tanten das Geld lockerer. Neue Produkte für den größeren und auch für jeden Geldbeutel, werden seit heute auf der Kölner Fachmesse Kind + Jugend präsentiert.

Für eine exklusve Kundschaft ist ein Strampelanzug mit Diamantknöpfen.
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Da findet vielleicht auch ein Strampelanzug für 10 000 Euro einer niederländischen Firma seine Fans. Er hat Diamantknöpfe, die in drei verschiedenen Goldtönen eingefasst sind. Den hat sich die Firma zur Feier ihres zweiten Geburtstags gegönnt, er finde aber durchaus Käufer. Immerhin lassen sich die Knöpfe später als Ohrring oder an einer Kette weiter verwenden.
„Für Besitzer von Ölfeldern, Fußballprofis und Lottogewinner“, so ein Laufradanbieter aus Großbritannien schmunzelnd, gibt es ein Lauflernrad aus Karbon. Es ist nur zwei Kilogramm schwer, wobei 1,4 Kilo auf die Räder entfallen. Er habe seine Designkompetenz unterstreichen wollen, so der Anbieter. Es gebe aber auch schon 15 Vorbestellungen für das 1200 Euro teure Rad.

Nur zwei Kilo wiegt ein Lauflernrad aus Karbon für stolze 1200 Euro.
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Wie auch der Strampleranbieter, der seine normale Kollektion für etwa 35 Euro verkauft, gibt es auch Laufräder für 99 Euro. Dazu dann passende Helme für knapp 27 Euro, die die Kinder von David Beckham tragen.
Kinderwagen
Wendig und leicht sollen Kinderwagen sein. Leichtgängig um 360 Grad drehbare Räder sorgen dafür. Mit sportlichen dreirädrige Varianten kann das Kind mit zum Joggen. Außerdem sorge Modulsystem für Wandlungsfähigkeit. Da lassen sich Aufsätze auch als Autokindersitz oder als Tragetasche verwenden.

Ein praktischer Reisebegleiter
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Falttechnik sorgt dafür, dass sich der Kinderwagen klein macht. Ein Produkt eines britischen Anbieters geht bei Flügen als Handgepäck durch. Durch besondere Räder lässt sich der Wagen nicht nur vor- und rückwärts, sondern auch seitwärts rollen, ohne dass die Räder flattern. In Deutschland soll das Produkt im kommenden Jahr für etwa 550 Euro auf den Markt kommen.
Autositze
Bei den Kinderautositzen kommen vermehrt i-Size-Sitze für Neugeborene auf den Markt. Sie orientieren sich nach einer neuen Norm an Konfektionsgrößen, während die nach wie vor gültige alte Norm sich am Gewicht und Alter des Kindes orientiert. Bei den i-Size-Sitzen sind der rückwärtsgewandte Transport bis zu einem Alter von 15 Monaten und der Seitenaufprallschutztest des Sitzes Pflicht.

Praktische Reisebegleiter
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Ein norwegischer Anbieter hat einen modularen Sitz, in den Kinder bis zu vier Jahren rückwärtsgerichtet sitzen können. Nach dem Baukastenprinzip werden Basisstation und zwei Autokindersitze kombiniert. Die Sitze werden eingerastet, ein grünes Licht zeigt, dass der Sitz sitzt.
Angeboten werden höhenverstellbare Armlehnen, integrierte, einzieh-oder abnehmbare Getränkehalter oder , praktische Ablagefächer.
Und für die Reise im Flugzeug gibt es aus Norwegen eine Bettbox als Reisebegleiter. Sie ist Aufsitzkoffer und damit Spielgerät, hat Platz für Spielzeug und eine Matratze, mit der sich die Box in ein Bett für die Flugreise verwandeln lassen.
Möbel
Neben Design, die Kindermöbel sollen ja zur Einrichtung der Eltern passen, spielen Langlebigkeit und Multifunktionalität eine Rolle. Mitwachsende Möbel, die zunächst im Baby-, später im Jugend-oder dann im Gästezimmer verwendet werden können, liegen weiter im Trend.

Schick und langlebig sollen die Möbel sein und praktisch die Reisebegleiter.
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Ein Anbieter aus Lettland zeigt eine Kommode, deren Wickelaufsatz aufgelegt wird. Löcher zum Verschrauben braucht es nicht, so dass die Kommode später in der Diele weiter genutzt werden kann. Für eine Wiege verwendet er ausschließlich Harthölzer. Stolz ist er auf geschwungene Massivholzleisten.
Überhaupt sind Massiv- und Edelhölzer oder Kombinationen aus Teil-und Massivholz sowie MDF-Programme gefragt. Die Oberflächen sind geölt, gewachst oder lasiert, teils werden farbige Akzente gesetzt. Weiß liegt nach wie vor im Trend, aber Grau ist ebenso im Kommen.
Pflege und Hygiene
Wie im gesamten Baby-und Kinderbereich liegt auch hier der Fokus auf unbedenklichen und bewährten Materialien. Neu ist ein Babyfläschchen eines israelischen Herstellers, das die Nährstoffe in der Muttermilch besser schützt. Es hat eine vergrößerte Oberfläche, so dass es schnell gekühlt und schnell erwärmt werden kann. Das etwa drei Mal schnelle Kühlen reduziert dabei das Bakterienwachstum. Dafür gab es einen der begehrten Innovationspreise. In den USA kostet das Fläschchen 10,99 Dollar, es soll bald in weiteren Märkten angeboten werden.

Wärmefläschchen gibt es bereits für knapp elf Dollar
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Ebenfalls noch nicht in Deutschland auf dem Markt ist ein Duschstuhl eines australischen Anbieters. Der passt auch in kleinere Duschen mit einer Seitenlänge von 90 Zentimeter und kann auch in Badewannen genutzt werden. Dank Fünfpunktgurt sitzt das Baby sicher. In den USA kostet der Duschstuhl 150 Dollar.
